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Trekking Nationalpark Torres del Paine

January 19, 2010

Hallo ihr lieben,

ich bin wieder in der Zivilisation. Humpelnd und stinkgend gestern mit dem Bus wieder in Puerto Natales (dem Ausgangsort) angekommen. Meine Fuesse verformt, die Wanderschuhe auch, die Oberschenkel doppelt so dick wie vorher und mit einer 1 kg-Dreckschicht bedeckt.

150 Kilometer in knapp 7 Tagen haben ihre Spuren hinterlassen. 150 Km Blumenwiese, Baeume, Tiere, reisende Wasserfaelle, drusatoruebersteigende Windkanaele, Paesse, Bergmassive, Gletscher, Sonne, Dauerregen, Schneefelder mit Sonne, Schneefelder mit Schnee, Hagen bei Sonne, Regenwald, Lawinen, Schlamm, Sumpf, Wurzeluebersaehter Waldboden…. ich koennte noch ewig weitermachen 🙂

Gestern abend erst einmal 45 MInuten geduscht. 4 Mal Haare gewaschen. Das Wasser war Braun. Heue Sachen gewaschen. Das Wasser war schwarz (auch das von den hellen Klamotten 😀 )

Jetzt sitz ich grad in nem Internetcafe. 80 ungelesene Mails im Posteingang… uff…. Das mach ich spaeter 🙂 Jetzt wird erst mal mit meinen beiden israelischen Wegkollegen lecker Lomo-Steak gekocht.
Bin heute noch hier und werd etwas relaxen. Blasen heilen lassen, Klamotten trocknen. Versuche heute abend (ein paar von den 750) Bilder online zu stellen und ein bisschen was zu schreiben. Muss das selbst erst mal verarbeiten 😀

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Sooo genug verarbeitet. Nach schon 4 Stunden Internet hab ichs endlich geschafft, alle Mails zu lesen, zu beantworten und zu loeschen 😀
Die ersten Bilder sind gesichtet und verusche jetzt einfach mal was gebacken zu bekommen, bevor die mich hier rausschmeissen 🙂

Tag 1 – Aufstieg zum Mirador Torres del Paine – 18 KM

Am Ersten Tag gings frueh um halb 8 mit dem Bus Richtung Nationalpark. Nach einem weniger befriedigenden Fruehstueck im Hostel (Weissbrot… hier gibt es nur Weissbrot. Auch nach 10 Stueck sit man da nicht annaehrend satt) wurden Fabi (ein Deutscher den ich in Punta Arenas kennen gelernt habe) und ich vom Bus abgeholt und es ging richtung Park. Nach gut 2 Stunden Fahrt (mit Touri-Kaffe-Punke-Pause an einem Rastplatz der zufaellig auch jede Menge Souvenirs hatte) wurden wir am EIngang um 20 EUR Eintritt erleichtert und mit einem Shuttel (nochmal 3 EUR) zum ersten Campingplatz gefahren. Fabi hatte eine andere Route geplant und ist nicht den kompletten Circuit gegangen. Kurze Info: Im Park gibt es zwei “Hauptrouten”. Das “W”, welches auf der Karte wie ein W aussiehtund den kompletten Circui, das so genannte “O”. Das O enthaelt das W. Das W ist das einfachere und ist ueberlaufen wie sonst noch was. Groesstenteils Israelis, Deutsche oder anderes Gesindel mit bunten North Face-, Jack Wolfskin-, Vaude-, Mountain Hardware-, … Jacken. Ich hatte mich mit einem Israeli, Moshe, den ich im Feuerland Nationalpark Naehe Ushuaia auf einem Gipfel kennen gelernt habe zum Trekken verabretet. Wir hatten am Tag vorher schon eingekauft und er hat noch einen (der vielen) Israelikumpanen – Guy (er heisst wirklcih so 🙂 ) – aufgetrieben, der jemanden zum trekken gesucht hat. So waren wir also zu dritt. Eigentlich wollte ich es alleine machen, aber warum nicht mal mit zwei Israelis. Zusaetzlich gibt es einige Stellen im O die man alleine nicht machen sollte.

Wir haben unsere Zelte am Fuss der ersten Route aufgeschlagen, an deren Spitze sich die Torres del Paine befinden, eines der Hauptmerkmale des Parkes. Nach einem kleinen Mittagssnack gings dann los zu den ersten Kilometern. 9 km hoch und wieder runter.

In den Tagen und Wochen zuvor haben mir viele Leute erzaehlt, wie schlecht doch das Wetter im Park sei. Dauernieselregen. Wenn mal die Sonne rauskommt hat man viel Glueck. Mehr als ein Tag Sonne? Unmoeglich.

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns dann also auf den Weg nach oben gemacht 😀

Trekking in Torres del Paine

Trekking in Torres del Paine

Trekking in Torres del Paine
Durch ein Tal steigt man – an zwei Camps vobei – hoch zum Mirador (Aussichtspunkt) auf.

Trekking in Torres del Paine
Die letzte Stunde zieht noch mal ganz schoen an – steigungsmaessig

Trekking in Torres del Paine
Nach 5 Stunden Aufstieg, mit ettlichen Pausen sind wir am Mirador angekommen.
Das erst Stueck hatten wir super Wetter. Auf einmal hat es bei strahlendem Sonnenschein das schneien angefangen. Typisch fuer Torres del Paine. Man sagt, hier hat man 4 Jahreszeiten an einem Tag. Und es ist war. Der Schnee wurde von schlagartigen Windboehen unterstuetzt die einen mal gute 1 1/2 Meter vom Weg runtergeblasen haben. Danach gabs Regen mit abwechselndem Sonnenschein… 😀

Trekking in Torres del Paine
Freunde im Gepaeck 🙂

Trekking in Torres del Paine
Gruppenfoto

Nach kurzer Fotosession und Diskussion mit einem Schweizer, wo es denn nun die besseren und billigeren UV Filter fuer Kameras gab, sind wir wieder abgestiegen. Auf zum Abendessen ins Tal.

Trekking in Torres del Paine

Trekking in Torres del Paine
Vorbei an Fluessen und Waeldern…

Auf dem Runterweg habe ich meine ersten Worte in Hebraeisch gelernt:

Hebraeisch fuer Anfaenger – Lektion 1
Essen – Ochel
Auf gehts/Los jetzt! – Yallah!
Los, Essen – Yallah, Ochel!

Unten angekommen gab es das erste Abendessen. Fertigsuppe mit Reis. Dazu eine der taeglichen 3 (Laut Rationierun) Tunfischdosen. Der Tunfisch wurde auf Israelische Art gekocht. So lernen die Jungs das in der Armee (in der sie 3 Jahre verbringen muessen!)

Tunfish á la Militaer Israel
– Tunfischdose (Wichtig: In oel!) etwas mehr als 50% oeffnen
– ein Stueck Klopapier zu einem “Docht” rollen und in die Dose stecken
– kurz einwirken lassen
– anzuenden

Das Klopapier fungiert als Docht und wird durch das Oel genaehrt. Die Dose fungiert als Lichtquelle im Dunkeln und nach 20 Minuten ist das Oel aufgebraucht und der Tunfish wunderbar gekocht udn warm.

Trekking in Torres del Paine
So sieht das Ganze dann in Aktion aus.

Tag 2 – Campamento Las Torres bis Campamento Seron – 19 KM

Bei strahlendem Sonnenschein (huch schon wieder…. 🙂 ) haben wir uns nach einem herzhaften Haferschleim-Marmeladen-Fruehstueck auf den Weg gemacht. 25 kg auf dem Buckel einmal allen Wanderen entgegen laufen Richtung Nordosten.

Trekking in Torres del Paine
Mit schwacher Steigung durch die Weiten des Nationalparks

Trekking in Torres del Paine
Guy mit der taeglichen Ration zum Mittagessen: Zwei Weissbrote mit wahlweise Tunfisch, Marmelade oder Dulce de Leche. Moooment. Dulce de Leche? Das ist doch Argentinisch. Richtiiiig. Da sich die Chilenen udn die Argentinier so moegen heisst es deshalb in Chile nicht Dulce de Leche sondern Manjar. 😀 Also… Wahlweise Tunfisch, Marmelade oder Manjar. Man muss ja authentisch bleiben 🙂

Trekking in Torres del Paine
Auf dem Weg haben wir zwei deutschsprachige Chilenen – Andreas und Thomas – getroffen. Vater und Sohn aus Santiago die auf Trekkingtour waren. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wie lange wir im Endeffekt mit den beiden unterwegs sein wuerden.

Trekking in Torres del Paine
Umgebungswechsel. Von oeder Steppe mit vereinzelten Baeumen zum “Toten Wald”

Trekking in Torres del Paine
Einige Km weiter: Umgebungswechsel. Blumenfelder…. Bluuuuumenfelder wohin das Auge sieht

Trekking in Torres del Paine

Trekking in Torres del Paine
Umgebungswechsel: Flusslandschaft mit vielen kleinen Flussueberquerungen und dem ein oder anderen Fehltritt ins kuehle Nass. Gut dass die Wanderschuhe neu und wasserdicht sind. Die beiden fettgedruckten Woerter bitte einmal kurz merken fuer weiter unten 😀

Nach einem gechillten Tag mit vielen Pausen sind wir schliesslich aber endlich im Campamento Seron angekommen. 19 km waren geschafft.
Das mit den Pausen und den Israelis ist so eine Sache. Oder eher mit Guy. Fuer ihn ist Trekken eher eine Sache von Pausen machen und dazwischen etwas laufen. Etwas…. Am liebsten haetter er alle 40 MInuten eine Pause gehabt. Zum Glueck war Moshe auf meiner Seite und wir haben das einfach geschickt ignoriert oder sind etwas vorausgelaufen um den Pausenmarathon etwas zu unterbinden 😉 So haben wir nur gut alle 1 1/2 Stunden eine Pause machen muessen. Immer wenn man gerade warm ist anhalten, Jacke anziehen (patagonischer Wind ist kaaaaalt), kalt werden. Nach 5 MInuten aufstehen, Jacke ausziehen, kalt, 25 Kilo auf den Ruecken wuchten, wieder in die Gaenge kommen… usw… 🙂

Abends im Camping sass ich noch mit Andreas, Thomas und einem deutschen Ehepaar – Orfi und Claudi – zusammen beim Essen. Andreas war ganz begeistert Deutsche zutreffen und deutsch sprechen zu koennen. Er spricht fast perfekt, Thomas minimal schlechter. Zwei witzige Typen. Thomas hat mich sehr an einen Waldlaeufer erinnert. Er ist gerannt so schnell wie in Pferd, dabei aber mit seinen 25 kg (oder mehr) auf dem Ruecken fast schon getaenzelt. Ohne jegliche Fehlschritte, ueber die Baeche gesprungen, umgedreht, wieder nach vorne, Foto gemcht, nach links, Foto gemacht, 200 meter zurueck, Foto gemacht, 1 km weiter, Foto, wieder zurueck…. unermuedlich 😀

Tag 3 – Campamento Seron bis Campamento los Perros – Geplant: 19 km, Gelaufen: 28 km

Am naechsten Tag ging es um 9 nach kurzem Haferflocken-Brei-Fruehstuck auf Richtugn Campamento Dickson. Ein relaxter 9 km Marsch. Wir wussten dass wir einen Tag reinhauen mussten um den Trek in 7 Tagen zu schaffen, was wir uns vorgenommen hatten und auch zeitmaessig durchziehen mussten. Wir wollten die 9 km laufen und dann je nach Laune und Zustand evtl noch 19 dran haengen.

Trekking in Torres del Paine
Regenbogen ueber dem Campingplatz. Nach dem kurzen Schauer ging es mit Sonne weiter 🙂

Trekking in Torres del Paine
Trekker-Autobahn

Nach 1-2 Stunden kamen wir zum “Paso de los vientos” – dem Windpass. Auf der Karte, die man beim Betreten des Parkes bekommt ist hier ein kleines aber feines Symbol abgedruckt. Eine Wolke die pustet. Und wiiie sie pustet. Das klene Symbol hat sich im Endeffekt zum krassesten Wind entpuppt, den ich bis jetzt erlebt habe. Ein Wind der jeden Drusatorwind locker in die Tasche steckt.
Ich habe fuer die Uberquerung des Passes (ca. 300 meter) gute 20 Minuten gebraucht. 1 Meter vor, 3 Meter zurueck. Guy hat es die Brille vom Kopf und ca. 35 Meter weiter gewehlt. Zum Glueck genau vor meien Fuesse. Einen der Buttons (PP 2009) an meiner PowderParty-Cap hat es leider abgerissen. Hab es gemerkt, als ich die Cap in den Rucksack stecken wollte. Finden unmoeglich….
Der Wind war so stark, dass uns der komplette Dreck des Bodens entgegen kam. Anders als bei Sturm mit Regen oder Schnee waren es also kleine Steinchen, die einem Dort ins Gesicht prallen. Einfach nur geil 🙂
Hab aber lieber keine Bilder gemacht. Die Linse war mir dann doch zu empfindlich. Hab es gewagt auf der abgewandten Seite mit “etwas” weniger Wind ein Video zu machen. Man koennte es gut mit dem Titel “Naseputzen? Brauch ich nicht, ich dreh einfach meinen Kopf geschickt in Windrichtung und der macht den Rest” betiteln 😀 Habs noch nicht angeschaut, hoffe es ist was geworden 😀
Schon geil, wenn die Backen aufblasen und das Flattern anfangen ohne das man sich auch nur einen Meter bewegt 🙂

Trekking in Torres del Paine
Ein See 1-2 Km vor dem Pass. Hier wurde das Wasser in Wirbelstuermen in die Luft und aufs Land geweht.

Trekking in Torres del Paine

Nach dem Pass ging es gemaechlich weiter. Wir hatten uns scon fast damit abgefunden im Camp Dickson zu bleiben und den Tag gemuetlich ausklingen zu lassen. Pustekuchen.
Auf dem Weg dorthin hat sich das Wetter schlagartig verschlechtert. Es hat das Regnen angefangen. Zu dem Sumpfig-waldigen-UNtergrund kam also auch noch Wasser von oben. Gut, dass ich neue und wasserdichte Regenklamotten dabei hatte 🙂

Trekking in Torres del Paine
Sumpf – hier schien noch die SOnne. Fuss-zustand: trocken 🙂

Trekking in Torres del Paine
So sah es einige km weiter aus. Regen. Regen Regen Regen.

Am Camp angekommen haben wir uns entschlossen noch weiter zu laufen. Das Camp hatte fast nichts zu bieten. Keinen trockenen Flecken. Nur eine kleine Huette in die man (falls man keien Nacht reserviert hatte) nur ohne Rucksack und Schuhe hineindurfte. Nach der Ankunft von Thomas, Andreas, CLaudi und Orfi und einem kurzen Plausch haben wir uns dann dazu durchgerungen die Moerdertour zu wagen. Halb durchnaesst im Platschregen in die Kaelte. 4 Stunden mehr. 9 Kilometer.

Mit einem motiviernden “YAAALAAAAAH” haben wir uns aufgemacht. 4 Stunden sind wir fast durchgerannt. EIne kurze Tee- und Cookiepause. Danach sofort weiter um nicht auszukuehlen.

Trekking in Torres del Paine
YALLAHH!!!

Nach 4 Stunden patagonischen Regenwald, einigen Motivationsloechern an der israelischen Front, reisenden Wasserfaellen, matschigen Waldwegen und steilen Anstiegen sind wir dann bei Daemmerung im Camp Los Perros angekommen. Durchnaesst bis auf die Haut. Moment… die Schuhe sind doch neu und wasserdicht? Die Regenkleidung doch auch.
Ja dachte ich auch 🙂
Als die beiden anderen meinten sie bekaemen nasse Fuesse bin ich noch immer freudig durch die Pfuetzen gehupft. Mitten durch. Wozu ausweichen. Macht mehr Spass so 🙂
Irgednwann war es dann feucht. Ups. Doch nicht so wasserdicht? Danach war alles zu spaet. Kein Ausweichen hat mehr geholfen. Das Wasser war drin.
Als wir im Camp ankamen haette cih mit dem Wasser, das in meien Schuhen stand locker ein Shotglass fuellen koennen. Besser als jeder Sockentee.
Gluecklicherweise hatte das Camp einen kleinen Holzverschlag mit HOlzofen. Leider war er voll mit ca. 15 Menschen und wir haben nur mit Muehe und Not etwas Waerme und ein Plaetzchen gefunden. Spaeter am Abend wurde es dann leerer und wir konnten unsere Sachen trocknen. Thomas, Anreas, Claudi und Orfi kamen gegen 22:30, schon fast Nachts (Merke: In patagonien geht die Sonne gegen 22:15 langsam unter 😀 ) an. Ziemlich ausgepauert und genauso durchnaesst wie wir kurze Zeit vorher.
Nach einigen kalten Stunden wurde es gegen spaeter immer gemuetlicher. Die Unterwaesche war langsam trocken und dank Suppe und Tee die ersten Lebensgeister wieder im Koefper. Gemeinsam haben wir noch bis 3 Uhr im Verschlag, haben geschnackt, gekocht und Sachen getrocknet.
Ein extremer Tag, alle am Ende der Kraefte, aber geil 🙂

Trekking in Torres del Paine
Bei der Ankunft.

Trekking in Torres del Paine
Vor lauter Jacken und Hosen aller Camper sieht man kaum etwas 🙂

Hebraeisch fuer Anfaenger – Lektion 2
Danke – Toda
Bro/ Alter – Aji
Bros – Ajim


Tag 4 – Campamento Los Perros bis Campamento Paso – 19 km und der John Gardenerpass auf 1200 Metern


Hier geht es morgen weiterr. Es ist 23:30 und das Inetcafe macht hier zu. Nach 5 Stunden sitzen auf einem unbequemen Hocker schmerzen mir nun auch die Gesaesknochen. Laufen bin ich nun gewohnt. Sitzen nicht 😀

Nachdem die Klamotten und Schuhe am naechsten Morgen “einigermassen” trocken (nass-feucht) waren, sind wir am spaetern Vormittag mit einigen Chilenischen jungs zu einem kleinen “Sidetrip” aufgebrochen – dem Glaciar Puma. In keiner Karte, in keinem Trekkingfuehrer, aber auf Steinen ist der Weg ausgeschildert. Eine Stunde durchs Dickicht und ueber eine lange flache Steinpiste ging es. Guter Morgensport um warm zu werden nach einer kalten Nacht 🙂

Trekking in Torres del Paine

Trekking in Torres del Paine
Thommy

Der Gletscher ist zwr ziemlich haesslich, das geile ist jedoch, dass es eine kleine Eishoele gibt,in die man hineinklettern kann.

Trekking in Torres del Paine

Innen drin kommt einem ein rauschender Schmelbach in einem Einstunnel entgegen. Alles schoen gstrichen im Gletscherblau. MeineBilder sind leider schlecht geworden, werd aber noch welche von Thommy bekommen hoffentlich.

Nach dem Abstieg und einem kleinen Mittagssnack (Nudeln mit Linsensuppe…. schon wieder… trotzdem lecker 🙂 ) ging es dann ueber den John Gardener Pass Richtung Campamento Paso, welches m Grey Glaciar liegt.

Trekking in Torres del Paine
Andres und Thommy (aka el Caballo – das Pferd 🙂 ) beim Aufbruch

Um den Pass zum Gletscher zu ueberqueren braucht man normalerweise gute Wetterverhaeltnisse. Andersrum kann man die Tour angeblich nicht machen, da der Aufteig zu steil istund das Wetter normalerweise zu schlecht. Man wird dort wohl buchstaeblichweggeweht. Wir hatten strahlenden Sonnenschein, kaum Wind 🙂 Fast schon langweilig 😀

Trekking in Torres del Paine
Erneuter Terrain-wechsel.

Trekking in Torres del Paine
Ueber Stock und Stein (Andres). Dadurch dass “so wenige” Leute den kompletten Circuit laufen sind die wege dementsprechend schlechter ausgepraegt, was allerings sehr schoen ist. Man muss sichnur ab und zu den Weg durchs Dickicht bahnen oder den trockensten Weg durch den Schlamm suchen.

Trekking in Torres del Paine
Nahe der Baumgrenze

Trekking in Torres del Paine
Die Gletscherbaechlein bahnen sich ihren Weg nach unten. Weiter unten fliessen sie alle in den oben genannten reisende Fluss. Beeindruckend, was so ein paar kleine Fluesschen zustande bringen koennen.

Trekking in Torres del Paine
Der Blick ins Tal. Nahe des Sees lag das Camp.

Nach einem steilen aber relaxten Aufstieg ueber ein paar Schneefelder waren wir dann nach einiger Zeit am Pass angekommen. Eeeeeiinmalig. Super geiles Wetter, kilometerweite Sicht.

Trekking in Torres del Paine

Trekking in Torres del Paine
Das blaue im Hintergrund ist der Gletscher Grey.

Kurze Annekdote Zum Grey Gletscher:
In Chile bzw Suedpatagonien gibt es zwei riesige Eisfelder, Campo de Hielo Sur und Campo de Hielo Norte. Das Campo de Hielo Sur ist die drittgroesste Ansammlung von Eis auf einem Kontinent nach der Antarktis und Groenland. 350 Kilometer nur Eis Eis Eis. 49 Gletscher enthaelt das komplette Eisfeld (laut Wiki). Der Grey Gletscher bildet dabei den suedlichsten Zipfel des Campo de Hielo Surs, welches sich von dort nach Norden erstreckt.

Trekking in Torres del Paine
Haha, geniales Bild. Mittagssnack mit viiiiel Dulce de Leche 🙂 Im Hintergrund die perfekte Kilometerweite Sicht auf den Gletscher. Normalerweise sieht man wohl gerade so die Gletscherfront 😉

Trekking in Torres del Paine
Abstieg auf der anderen Seite.

Der Abstieg war doch recht haeftig. Nicht weil wir schlechtes Wetter hatten, sondern weil es einfach 3 Stunden bergab ging. Teilweise ueber im Boden befestigte Treppenstufen, die alldrings gute 60 cm hoch waren. Das geht – trotz Trekkingstrecken – gefaltig auf die Knie mit der Zeit. Uebrings ja, wir waren mit Trekkingstrecken unterwegs. Streggelesschwenger wie mein “viejo” schimpfen wuerde 😉

Trekking in Torres del Paine
Gleeeeetscherweiten

Kurz vor dem Campamento Paso gab es einen grossen Gebirgsbach. Kleine Pause mit Bildersesion eingelegt 🙂

Trekking in Torres del Paine

Trekking in Torres del Paine

Im Cmap angekommen ging es gleich weiter auf den 1 Minute entfernten Mirador um den Sonnenuntergang (um 22:30) zu beobchten.

Trekking in Torres del Paine
Krueppelfuesse vor Gletscher-Sonnenuntergang 🙂

Krueppelfuesse? Hier kommt das Woertchen “neu” ins Spiel. Ich hoer noch Marions Stimme in meinem Kopf. Ich hatte grad meine Wanderschuhe im Basislager in Karlsruhe gekauft, bin damit zur Fachschaft und hab mich erst mal neben den ganzen Lernenden und Diplomarbeitschreibenden/ Kaffeetrinkenden vor der Wiwi-Bib niedergelassn. “Lauf deine Schuhe ja gut ein. Das duemmste was man machen kann ist mit uneingelaufenen Schuhen auf eine lange Tour zu gehen. Wir sind damals 2 Wochen lang mit unseren Wanderschuhen durch die Stadt gelaufen um sie einzulagen”

Leichter gesagt als getan, wenn es Hochsommer ist und man am lernen ist 🙂
Im Endeffekt hab ich vorher 2 kleine Touren gemacht. Eigentlich hatte ich auch keien Probleme nur hat sich meine Ferse in Buenos Aires etwas verformt. Wollte deswegen damals eigentlich mal zum Arzt, aber iregndwann hats aufgehoert weh zu tun und ich habs gelassen 🙂 Diese Beule hat nun etwas im Schuh gedrueckt. Aber auch hier sterben die Nerven nach ein paar Stunden Wandern ab, so dass es nur am zweiten und dritten Tag etwas weh getan hat 😉
Mittlerweile blutets auch nicht mehr 😀 😀 😀

Trekking in Torres del Paine
Sonnenuntergang mit Gletscherpanorama. Dazu gabs suesse Milch. Gletscherwasser mit Milchpulver und Zucker. Geeeenial 🙂
Das gute am Gletscherwasser ist, es hat immer die perfekte Temperatur, man muss es nie kuehlen. Nur fuer Tee ists etwas zu warm… 😉

Hebraeisch fuer Anfaenger – Lektion 3
Alles klar? – Makoreh?
Geile Frau – Kussit (sollte nicht in Anwesenheit von Frauen benutzt werden ;-))


Tag 5 – Campamento Paso bis Campamento Pehoe

Am fuenften Tag ging es entlang des Grey Gletschers nach Sueden. Weiter unten geht der Gletscher, wie das so viele der Gletscher hier in der Gegend machen, in einen See ueber. Der Weg fuerht ein ganzes Stueck am Gletscher und dann am See entlang. Zwei weitere Camps liegen auf dem Weg. Wir wollten eigentlich nur bis zum weitern laufen, da sich Moshe an den Tagen davor beide Archilles Sehen entzuendet hatte und nur laufen konnte, wenn er seine Fuesse vorher fuer 20 minuten im Gebirgsbach auf 4 Grad runtergekuehlt und sich zwei Schmerztabletten eingeschmissen hat.

Trekking in Torres del Paine
Claudi und Orfi beim Aufbruch. Die beiden haben immer gut gegessen. Frisches Obst, “echte” Mild, Gemuese. Sie haben sich aber auch totgeschleppt 🙂 Da lob ich mir doch mein Milchpulver 🙂 Ueber die Klumpen muss man eben hinwegsehen

Trekking in Torres del Paine

Trekking in Torres del Paine
Wir haben uns immer abgewechselt. Prinzipiell sind wir (Guy, Moshe und ich) schneller gelaufen, haben aber aber auch jede Menge Pausen gemacht (Guys Affinitaet zum hinsetzen habe ich ja schon erwaehnt 🙂 ), in denen die beiden uns dann wieder eingeholt haben. Ab und zu kam dann auch Thommy vorbeigerannt…der Waldlaeufer 😉

Trekking in Torres del Paine
Der Lago Grey

Am Campamento Grey hatten wir kurz Pause gemacht, sind dann aber doch noch 3 1/2 Stunden weiter zum Camping Pehoe gelaufen. Moshe, Claudi und Orfi wollten von dort am naechsten Morgen den Katamaran nehmen, der ueber den See zur Administration faerht. Von dort kommt man wieder raus aus dem Park. Bei Moshe war es wegen den Fuessen, fuer Claudi und Orfi ging es ab nach Calafate und von dort per Luftpost nach Ushuaia.

Trekking in Torres del Paine
Am Lago Grey entlang. Viele tolle Aussichtspunkte. Wir haben Mittagessen gekocht (Linsen-Zwiebelsuppe) und Tee getrunken und dabei dem Gletscher beim zusammenstuerzen zugeschaut. Das passiert wohl – im Gegensatz zum Petito Moreno – sehr selten, dass Eisstuecke vom Gletscher abbrechen. Wir haben zwei gesehen. bzw. gehoert. Wir waren soweit weg, dass der Schall immer fast zu spaet ankam. Trotzdem ein super Naturschauspiel. Es gibt ein riesen Donnern: Man denkt es kommt ein Gewitter. Wenige Sekunden spaeter bricht ein gewaltiger Brocken in den See. Blau schimmernd…. sehr geil 🙂

Das Camping Pehoe aehnelt eher einem Basecamp als den anderen Campingplaetzen im Park. Hier kommen tagtaeglich hunderte Trekker mit dem Katamaran an um das “W” zu laufen. Ausgestattet mit NOrthFace-Windtunnel-Zelten bis oben hin 🙂 Neben den europaeischen Salewa und Vaude Zelten tuermen sich auch die Doite Zelte. Mein Modell hab ich mindestens 8 mal gezaehlt 🙂

Ausgepowert vom doch wieder laenger als gedachten Tag sind wir gegen 9 dort angekommen und haben uns erst mal gemuetlich in den Kuechen-Pavillon verzogen und gemutlich zu Abend gegessen. Danach noch kurz bei eisigen Wind Sterne geschaut und dann schlafen gelegt.
Der suedliche Sternenhimmel ist schon sehr geil 😉


Tag 6 – Campamento Pehoe bis Campamento Britanico

Nachdem wir uns nach gemuetlichem Fruehstueck von Claudi, Orfi und Moshe verabschiedet hatten wollten Andres, Thommy, Guy und ich uns eigentlich auf das “W” begeben um dort die letrzten Zwei Tage wieder bis zum Ausganspunkt – dem Campamento Las Torres – zu trekken. Leider mussten Thommy und Andres im letzten MOmnent abspringen.
Am Tag darauf waren Presidentschaftswahlen in Chile angesagt. Das witzige in Chile ist, dass man waehlen muss, wenn man registriert ist. Man muss waehlen und man muss in seiner Region (in ihrem Fall Santiago) waehlen. Falls das nicht moeglich ist, muss man sich per Telefon bei der Polizei abmelden um einer hohen Geldstrafe zu entgehen. Da es auf dem Trek kein Telefon o.ae. zur Aussenwelt gab, haben die beiden kurzerhand beschlossen, den Katamaran am Abend zu nehmen und die naechsten Tage im weniger besiedelten Sueden des Parkes zu verbringen.

Guy und ich dagegen haben uns auf die Trekkerautobahn begeben.

Trekking in Torres del Paine
Abschiedsfoto

Trekking in Torres del Paine
Die Cuernos del Paine, oder eine nadere der vielen Bergformationen, an denen wir vorbei gelaufen sind 🙂

Trekking in Torres del Paine
Am strahlend blauen Lago Pehoe geht es vorbei in Richtung “MIttelstrich” des Ws…

Trekking in Torres del Paine
….immer an der Wolkengrenze entlang. Alle 15 MInuten hat es mal etwas getroepfelt, einen kleinen Regenbogen geworfen und dann kam die Sonne wieder durch.

Der Aufstieg zum Campo Britanico war relativ hart. In einem Tal um geben von GLetschern und Gebirgsketten geht es ueber 1m-Durchmesser Steine steil Bergauf. Ab und zu geht es an einem breiten Gebirgsfluss vorbei, der auch gut als Wildwasser-Kajak-strecke durchgehen koennte. Nebenbei gehen auf der anderen Talseite mal ein paar Lawinen ab, dann regnet oder schneit es, waehrend die Sonne auf den Pelz scheint. Ohne Worte 🙂

Trekking in Torres del Paine
Gebirgsbach mit eisbedeckten Bergen im Hintergrund

Trekking in Torres del Paine

Dadurch, dass wir relativ spaet unterwegs waren haben wir gar nicht sooo viele Leute getroffen. Prinzipiell waren es aber 85% Israelis. Wie im kompletten Park, in komplett Chile, ja in komplett Suedamerika ist jeder zweite (oder sogar mehr), den man trifft ein Israeli. Das Land muss ausgestorben sein.
Laut Guy und MOshe ist es eine Art “Mode” im moment nach dem Militae nach Suedamerika zu gehen. Viele gehen auch nach Thailand oder Europa aber Suedamerika ist das modischste zur Zeit. Dort angekommen nisten sie sich alle zusammen ein, mieten oftmals komplette Hostels (mit Mengenrabatt) und reissen ab und zu due Bude ab. Hab schon viele Hostels erlebt, die keine Israelis nehmen (zu mindest nicht in der Gruppe) weil sie so schlechte Erfahrungen gemacht haben. “Respektlos” und “absolut intollerant” kam da. Laute Musik bis morgens um 8, alle rotze voll und dann versuchen sie bei jeder Kleinigkeit Geld unter- oder raus zu schlagen. Das Schlimmste jedoch ist, dass alle Trekken gehen. Die anderen haben es ja auch gemacht, dann muss ich das auch machen. Allerdings nicht nur Maenner, auch Frauen machen das. Ihr glaubt nicht, wie viele Maedels wir getroffen haben, die mit Mundwinkeln bis zu den Fuszehen an uns vorbeigetrotten sind. Angepisst vom Laufen, vom schweren Rucksack und ueberhaupt. “Wieso mach ich den Scheiss hier ueberhaupt? Ach ja, die anderen haben es ja gemacht”.
Einmal aufmunternd zuwinken und dann froehlich vorbeigehen 🙂

Am Campamento Britanico haben wir ganze zwei Zelte vorgefunden. Gut, das Camp besteht auch nur aus Baeumen und einem Schild “Camping” 🙂
Wir haben uns noch bei fast-Daemmerung 1 1/2 Stunden weiter den Berg im Stechschritt hochgequaelt weil dort oben angeblich ein Mirador sein sollte. Wir haben nur einen nach 10 Minuten gefunden und beschlossen ,dass wir nicht sooo schnell gelaufen sein konnten und sind weitergelaufen, haben allerdings wie gesagt aufgegeben, als es das Daemmern angefangen hat. Im Dunkeln sind wir dann wieder im Camp angekommen – zum Glueck ohne Verletzung, aber mit maechtigen Knie und Fussschmerzen.

Trekking in Torres del Paine
Der “Fake-Lookout”

Trekking in Torres del Paine
Auf der Suche nach dem Richtigen Lookout. So weit sah der “Pass” nicht aus, allerdings kam nach jeder Kuppe noch eine und noch eine und noch eine…..

Trekking in Torres del Paine
Fuer einen guten Lookout hats trotzem gereicht


Tag 7 – Finale – Campamento Britanico bis Campamento Las Torres

Der letzte Tag ist fuer uns beide frueh angebrochen. Nach wenig ungemuetlichem Schlaf (schweinekalt!!!) haben wi runs gegen 8:30 an den Abstieg gemacht. 9 Stunden Fussmarsch Laut Plan.
Mit den gewohnten vielen Pausen (Guy wollte sich an seinem letzten Tag in Patagonien nicht ueberanstrengen 🙂 ), ging es aber einwandfrei. Der Transferbus fuhr um 19:30 vom Campamento las Torres ab, wir hatten also 1 Stunde Puffer.

Trekking in Torres del Paine
Lago Nordenskjold….schoene Landschaft mit gewohnt viiiel Wind.

Trekking in Torres del Paine

Trekking in Torres del Paine
Teepaeuschen an einem der vielen Panoramaplaetze

Nach einigen Pausen mehr, ca. 25 entgegenkommenden israelkischen und 3 anderen Trekkern kamen wir dem Ziel am spaeten Nachmittag immer naeher

Trekking in Torres del Paine
Die “Hosteria las Torres” – fuer die Parkverhaeltnisse ein Luxushotel fuer die Betuchteren unter uns 🙂 Hier kann man Touren buchen, bei dem das Gepaeck per Pferd ans naechste Camp getragen wird und das Essen schon dampfend auf dem Tisch steht, wenn man voellig ausgelaugt vom langen Laufen ohne Gepaek dort ankommt 😉

Gegen 18 Uhr (also eigentlich viiiel zu frueh 🙂 ) kamen wir dann an der Hosteria an. Ein kleines Siegerfoto schiessen lassen und dann eine Stunde lang gemuetlich unter die Reisegruppe im Restaurant gemischt. Haben unsere Keks-, Nuss- und Schokoladenvoraete vernichtet 🙂
Wie haben beide so gestunken, dass sich eine hollaendische Gruppe von Rentnern mit ihren 10€-Bier nach ein paar MInuten einen Tisch weiter gesetzt haben 🙂 7 Tage hinterlassen eben ihre Spuren 😀

Trekking in Torres del Paine
WE DID THE OOOO!!

Hier mal eine Karte des gesamten Circuits. Die Campamentos kann man mit Muehe und NOt rauslesen. Vielleicht treib ich nochmal eine bessere auf. Ansonsten gibt es bei Google Earth auch die moeglichkeit, sich Treks anzeigen zu lassen. Dort gibt es auch den Torres del Pane Trek 🙂
Mit Bildern von Panoramio (Danke Ralla fuer den Tip 🙂 ) laesst sich das ganze dann “quasi hautnah” nachvollziehen 🙂

Mapa Torres del Paine

Zusammenfassung:
– 7 Tage
– knapp 150 km gelaufen
– 21 Dosen Tunfisch
– 40 Weisbrote
– 1 Packung Tee
– 1 Packung Karotten
– 1 kg Reis
– 4 Kg Nudeln
– 800g Nuesse und Trockenfruechte
– Kekse und Muesliriegel
– Jede Menge Haferflocken, Dulce de Leche und Marmelade
– Regen, Schnee, Hagel, Sonne, Regenbogen, Schneebogen
– Sumpf, Eis, Schlamm, Wasser, Guter Weg, Schlechter Weg
– Wiesen, BLumen, tote Baeume, grueme Baeume, blaue Baeume, keine Baeume
– Wunderschoene Landschaften
– Viel Schweiss, Muskel-, Fuss- und Rueckenschmerzen
– Seeeehr gutes Wetter. Hab meinem Namen also alle Ehre gemacht (Mum, dein Einsatz… 🙂 )
und….
– 100% Gute Laune 😉

Sooo jetzt hab ich mir aber die Seele aus dem Leib geschrieben. Hat auch lange genug gedauert. Leider (:D ) ist seit dem schon wieder viel passiert. Werd gleich noch nen Eintrag dranhaengen…. 🙂

Hoffe es hat spass gemacht zu lesen und war nicht zuuuu konfus.

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Torres del Paine

January 12, 2010

Hallo ihr lieben,

ab morgen bin ich fuer 8 volle lange Tage im Nationalpark Torres del Paine. Angeblich dem schoensten Nationalpark des Kontinents. Mal sehen 🙂

Bilder und Berichte der letzten Tage werden folgen, wenn ich wieder in der Zivilisation bin.

Ben

p.s.: Bin jetzt in Chile 🙂

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Buenos Aires – Ushuaia

January 10, 2010

Ort: Ushuaia – suedlichste Stadt der Welt
Ortszeit: 20:59

Eeeendlich komme ich mal dazu hier was zu schreiben. Da es hier im Hostel nur einen Rechner gibt und jede Menge internethungrige Besucher (90% Deutsche oder Israelis 😀 ) versuche ich mich kurz zu fassen.

Heute ist der 13. Tag, seit ich von Buenos Aires aufgebrochen bin. Neun Tage hab ich gebraucht um bis Ushuaia zu trampen. Gute 3050 Kilometer. Das Ganze laesst sich deshalb so genau sagen, da es eine Strasse gibt, die die beiden Staedte verbindet. Die Ruta Nacional (RN) 3 startet in BsAs am Obelisken und endet ein paar km hinter Ushuaia im Parque Nacional Tierra del Fuego bei ca. km 3080.

Von Buenos Aires nach Tandil

Da ich nicht wusste, wo man per Daumen am besten aus BsAs los kommt (eine Tanke “am Stadtrand” gibts nicht 😀 ) hab ich am 26.12. den Bus nach Tandil genommen. Tandil liegt in der Provinz Buenos Aires etwa 5 Stunden suedlich von Buenos Aires. In Tandil angekommen, bin ich nach 2 Stunden durch die Stadt gurken auf dem Campingplatz angekommen. Suedlich der Stadt am “Dique” gelegen – Einem grossen See, an dem sich am Wochenende hunderte von Argentinier tummeln. Es fuerht eine Strasse einmal um den See rum, auf der im 5 Minuten Takt Motorraeder und Roller vorbeifahren. Scheint die Hauptbeschaeftigung der Tandilianer zu sein, abends mit Fruenden und Freundin hinten drauf um den See zu duesen. Aber nicht nur einmal… 😉

Bin einen Tag in Tandil geblieben um mir die Stadt etwas anzuschauen. Leider war es der zweite Weihnachtsfeiertag und Samstag. Toedliche Kombination. Es war einfach gar nichts los. Abgesehen vom Dique und seiner Umgebung war die Stadt tot.

BsAs - Ushuaia

BsAs - Ushuaia

BsAs - Ushuaia

BsAs - Ushuaia

Um ueberhaupt was sinnvolles auf die Reihe zu bekommen hab ich mal die angrenzende “Sierra” erkundet. Eigentlich eine sehr schoene Gegend, allerdings gespickt von Stacheldraht und Moskitos. Weiss nicht was mehr wehtut und schlimmer ist 🙂
Auf dem Berg ueber Tandil steht eine Riesige Muehle mit zwei gigantischen Eisen-Don-Quijote und -Sancho-Panza-Figuren. Die Tandiler haben die Geschichte irgendwie adoptiert, da man auch in der Stadt viel davon sieht.

BsAs - Ushuaia

BsAs - Ushuaia

Tandil – Bahia Blanca

Am naechsten Tag gings dann los mit dem Erst des Trampens. Nach einer kurzen Einfuehrung durch die netten Campingplatzbesitzer (zwei alte Damen) und ein paar widerspruechlichen Infos (Dich nimmt sowieso niemand mit. Traue niemandem! Alle Argentinier sind schlecht. Vorsicht!)
gings dann nach sueden raus aus der Stadt in Richtung Juarez. Einem “Verkehrsknotenpunkt” mit zusaetzlicher Tanke direkt an der RN 3 (die aus dem Norden von BsAs kommt).
Nach 15 MInuten am Strassenrandentlanglaufen wurde ich auch schon mitgenommen. Juan Pablo hiess der gute Mann im absolut schrottigen Auto. Barfus und mit einem lueckenhaften Lachen hat er mir erzaehlt, dass er einige Km weiter auf der RN 74 in einer Estancia arbeitet, 2 Kinder und eine Frau ernaehrt udn seit 2 Jahren sehr glaeubig ist. Vorher war er agressiv und hat viele Drogen genommen. Jetzt spielt er Egitarre und Piano in der Kirche und organisiert mit seiner Frau Kirchenevents fuer Jugendliche. Netterweise hat er mich von seiner Abzweigung 8 km weiter zur naechsten Strasenkreuzung gefahren. Fuer den Fall, dass mich niemand mitnehmen wuerde hat er mich zu sich nach hause eingeladen und mir Abendessen udn ein Bett angeboten. Rute 74 bei km 215 🙂

Von der Strassenkreuzung aus ging es nach einiger Zeit Warten und dem Kennelernen eines zweiten trampenden Argentiniers aus Juarez weiter mit einem Container-LKW, der uns beider ca. 50 km weiter bei einer Abzweigung abgesetzt hat. Der Argentinier (Name entfallen) trampt jedes oder jedes zweite WE zwischen Tandil udn Juarez und kennt 80% der Vorbeifahrenden. So hats dann gute 2 Minuten gedauert udn ein Freund von ihm hat uns mitgenommen. Mich hat er persoenlich einmal durch Juarez schoffiert und dann zum “Rueda” einem grossen Kreisverkehr (Mit Tanke) etwas ausserhalb geschifft. In Juarez gibts ausser ein paar Haeuschen und viel Sand nicht viel. Einbahnstrassen werden nicht beachtet und die Kinder fahren (zusammen mit den Autos) entgegen der Fahrrichtung mit dem Rad durch die Gegend.

Da ich in Juarez relativ spaet ankam, war es mit den LKWs nicht so leicht. Im Endeffekt haben mich eine Mutter mit ihrem Sohn ins naechste Staedtchen mitgenommen von wo ich am spaeten Nachmittag endlich einen Trucke gefunden habe. mit 30 Tonnen Sojasprossen ging es dann mit Marcelo nach Sueden. Der gut 50 jaehrige hat mir viel von sich erzaehlt, dass er ein Boot hat, gerne angelt. Die Tour seit 26 Jahren macht und im Februar eine Ausbildung zum “Portero” – Hausmeister macht um dann in der Schule seines Doerfchens 60 km noerdlich von Juarez zu arbeiten. Mehr Zeit fuer die Familie und Naeher an zu Hause.
Natuerlich gibts waehrend der Fahrt immer Mate. Er hatte ein kleines Taesschen und den passenden Aparat zum Reinstellen und automatischen Befuellern der gleichen. Sehr praktisch 🙂
Mich hat er gleich zum Asado in seinem Garten eingeladen, wenn ich denn in der Naehe bin. Zusaetzlich hat er mich zum Abendessen auf dem Trucker Parkplatz eingeladen. Auf dem Weg haben wir am Weg Fleisch und Gemuese gekauft und nachdem ich in Bahia Blanca auf dem ausserhalb gelegenen LKW-Parkplatz mein Zelt zwischen zwei LKWs aufgeschlagen habe, Marcelo eine “nummer gezogen hat” (Man muss zum Entladen am Hafen am Vorabend eine Nummer ziehen um zu wissen wann man entladen darf), hat er uns ein leckeres “Giso” gekocht. Im Prinzip ist Giso nur Fleisch mit Gemuese und Nudeln, abe rseehr lecker 🙂 Bei Gelegenheit kommt mal ein Rezept.

BsAs - Ushuaia
Ich mit hab und gut auf dem Zeltplatz in Tandil

BsAs - Ushuaia
Km 401 von BsAs

BsAs - Ushuaia
Vergebenes Warten auf einen Trucker in der Mittagssonne. Erster Sonnenbrand, der auch einige Zeit gehalten hat 🙂

BsAs - Ushuaia
Marcelo beim Mate-Servieren. Auf die Strasse schauen ist was fuer Anfaenger 🙂

BsAs - Ushuaia
Einmal einen Batzen Fleisch bitte 🙂

BsAs - Ushuaia
Mit Einkaeufen vor Truck

BsAs - Ushuaia
In der Truckeigenen Kueche beim Kochen.

Bahia Blanca – Viedma

Nach einer etwas harten Nacht zwischen zwei LKWs gings am naechsten Morgen frueh los. Marcelo ist um 6:30 abgehaun um zu entladen und dann zurueck in sein Doerfchen zu fahren.
Ich hab in der Tanke gegen kleine Gebuehr Duschen koennen und mich dann auf den Weg gemacht, die Strasse entlang.

Nach guten 20 Minuten wurde ich von einer Familie aus Bahia Blanca mitgenommen, die den leiblichen Vater von zwei der drei Kinder in Viedma besuchen wollten. Ziemlich krasse Familia 😀 Das Heck des Autos war voelligst demoliert, da der Mutter einige Tage vorher jemand reingeafhren ist. Der kleine Sohn wurde abwechselnd von der 18 jaehrigen Tochter und dem etwas juengeren Bruder auf dem Schoss gehalten. Kindersitz Argentinan-style. Der kleine bekommt Cola aus der Flasche und ein bisschen Nikotin der Mutter und Tochter. Dann ist er gluecklich 🙂
Das Fleisch, was sie mitgeonmmen haben wurde geschickt unter ein paar KLamotten an der Grenze zu Patagonien versteckt. Dort darf man keine Fruechte oder Fleisch einfuerhen. Zum einen aus Quarantaenegruenden zum anderen aus Preisgruenden. Vieles wird in Patagonien subventioniert unter anderem Benzin, Fleisch, Fruechte, Zigaretten.
In Viedma hab ich mich dann bei bruetender Sonner in einem Campingplatz 4-5 km ausserhalb des Zentrums einquartiert. Direkt neben zwei Spanier, die seit 40 Jahren in Suedamerika durch die Gegend ziehen. Seit einigen Jahren sind sie in Argentinien unterwegs mit zwei Mopeds, bzw. der eine nur mit Fahrrad. Sie kennen jede Strassenkreuzung auswendig und haben mir Geschichten vom Goldschmuggeln an der Mexikanischen Grenze erzaehlt. Als sie dann anfingen mir was von Area 51 und den Auserirdischen mit den grossen Augen und seinem Raumschiff, das ein 3 Jaehriger wohl zu oeffnen geschafft hat, bin ich dann mal einkaufen gegangen 😀

BsAs - Ushuaia

BsAs - Ushuaia

BsAs - Ushuaia

BsAs - Ushuaia

BsAs - Ushuaia

BsAs - Ushuaia

Viedma – Caleta Oliva

Von der Tanke ausserhalb von Viedma wurde ich am naechsten Morgen von zwei Schwestern mitgenommen, die mich sehr an meinen Bruder und mich erinnert haben. Hab ihm dann gleich ne Sms geschrieben um ihm das zu erzaehlen und was kam zurueck: “Die eine Ist durchgeknallt und labert die ganze zeit udn die andere rollt amuesiert mit den Augen, oder wie?”
So aehnlcih wars auch. Die eine voll mit Piercings und Tatoos, Roten kurzen Haaren, redend und lachend die ganze Zeit. Die andere etwas bodenstaendiger, ruhiger und ueber die schwester amuesiert – im Positiven Sinne 🙂

Die beiden haben mich an der Tanke eines kleinen Staedchens abgeliefert, das als Verkehrsknotenpunkt nach Sueden fungiert. Keine 20 Minuten konnte ich mich mal gemuetlich an die Strasse stellen, da wurd ich auch schon mitgenommen. Von Isaac. Einem Fischer aus Bahia Blanca. Ein waaahnsinnig glaeubiger Mensch.
Eigentlich wollte ich nur bis ins 50 km entfernte San Antonio Oeste mitfahren. Im Endeffekt war ich mit ihm knapp 950 km unterwegs 😀
Zwischenstop am Strand in Las Grutas gemacht (“Hey da gibts nen tollen Strand. Willste den sehn?”). Mate am Strand getrunken und die Maedels im String begutachtet *hust* 😀
Eigentlich wollte ich Silvester mit einer Argentinischen Freundin in Trelew verbringen, da es dort aber absolut keine Unterkuenfte unter 130 Pesos die Nacht gibt (fast 30 EUR) und ich bei ihr nicht uebernachten konnte, hab ich mich kurz entschlossen mit Isaac nach Caleta Olivia aufgemacht. Er meinte ich koennte be ihm in seinem kleinen “Wohnmobil” schlafen, dass er mit Leuten von der Kirche gebaut hat. Ok… warum nicht 😀

Im Endeffekt war das kleine Wohnmobil kleiner als gedacht, aber es hat getaugt und ich fands witzig 😀

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Als ich den ersten Teil hier geschrieben habe, war ich noch in Ushuaia. Hatte keine Zeit mehr was fertig zu schreiben und jetzt bin ich schon in Punta Arenas auf der chilenischen Seite, um dort heute nach Norden in Richtung Torres del Paine aufzubreuchen. Versuch den Rest noch kurz abzuhandeln. Fotos sind auch noch nicht hochgeladen, geht aber von hier auch nicht
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Silvester habe ich noch in Caleta Olivia mit Isaac und Jose verbracht. Am 1.1. bin ich dann gefluechtet, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Die beiden waren einfach zu krass religioes fuer mich. Fast schon radikal…

Haben mich am naechsten fruehen Nachmittag an die Tanke ausserhalb des Staedtchens gefahren. Hab gute 10 MInuten warten mussen 😀 Der Zweite LKW hat mich mitgenommen. Pablo “Pablito”, ein LKWFahrer von Oro Negro (so heisst das Unternehmen). Von denen fahren viele dort unten rum. Er hat mich bis Puerto San Julian mitgenommen. Was fuer ein Typ (mal wieder). Er hat seine Frau und 2 Kinder im NOrden in Bahia Blanca, seine Freundin in San Julian. Hat sie beim Billiard spielen kennengelernt und vertreibt sich mit ihr seine Zwischenzeit. “Warum denn auch nicht…?” Mitlerweile hab ich viele Trucker getroffen, die das machen. Entweder sind es Freundinnen, oder es sind diverseste Geschichten im Puff. Aber hier ist das iregndwie voellig normal.

Von San Julian hat mich ein junger Soldat aus dem Norden (Naehe Salta) mit nach Piedrasbuenas genommen, wo er stationiert war. Selten einen so gebildeten und zur Bildung willigen Menschen gesehen. Wusste sehr viel ueber Geschichte, Politik usw…. nicht nur Argentinien auch Europa, Deutschland. Kannte Karlsruhe und viele andere Staedte ohen jemals dort gewesen zu sein. Sein Plan: In naher zukunft zu den Blauhelmen oder in die Franzoesische Fremdenlegion zu wechseln. Um etwas von der Welt zu sehen.

Von Piedras Buenas haben mich am spaeten Nachmittag nach etwas Warten eine argentinische Familie nach Rio Gallegos mitgenommen und bei einem befreundeten Campingplatzbesitzer untergebracht. Der Campingplatz hatte eigentlichs chon zu, aber dadurch,d ass sie den Besitzer kannten…. ARgentinien eben 🙂
Hab dort trotz Regen und dem ANgebiot mich in die Kueche legen zu koennen im Zelt gepennt und bin am naechsten Tag nach einer 4-Grad-Dusche (Warmes Wasser war anscheinend schon abgestellt 😀 ) gleich wieder aufgebrochen. Hab mir kurz die Stadt angeschaut, Mails nach 1 Woche Abstinenz gecheckt und dann mit meinem 30 kg-Geschwuer in Richtung Stadtausgang. Mich haetts ein paar mal fast umgehauen von dem starken WInd, der dort durchgesaust ist. Der WInd war so stark, dass ich echt aufpassen musste, dass mir nichts vom Rucksack wegweht. Ein paar mal waere ich fast vor ein Auto geweht worden 😀 Sehr geil.

Hab bei stuermischen Verhaeltnissen dann am Ortsausgang gewartet. Erfolglos. Kein einziger LKW. Zwei aeltere Damen haben mich dann zu einer Polizeistation 5 km weiter mitgenommen, wo ich mich als “Tramper” registrieren musste und die nette Dame mit dem Schlagstock dann alle kontrollierten Autos gefragt hat, ob mich jemand mitnehmen kann. Durch den starken Wind war die Faehre ueber die Magellanstrasse ausser Gefecht und alle Autos kamen wieder zurueck nach Gallegos. Eine chilenische Familie hat mich dann bis zu einer Abzweigung 15 km von der Faehre entfernt auf der chilenischen Seite mitgenommen. Granzuebergang nach Chile war wie immer ein Spass. “Koennte ich mir den Stift mal ausleihen?” – “nein….”
Sehr nett diese Grenzbeamten 😀 Wenn man bedenkt, dass man das Formular ausfuellen MUSS…
Einen Apfel haben sie mir abgenommen, die Schweine 🙂
Voelligst zufrieden mit der 180 Grad Wende (haette nicht gedacht, dass ich so weit komme) wollte ich dann an der Strassenkreuzung campen, davor aber noch ein bisschen richtung Faehre laufen. Nicht mal das kann man mehr machen…. Das zweite Auto hat angehalten und gefragto b sie mich mitnehmen sollen. 4 Chilenen in einem Pickup. Rucksack hinten drauf, zum Hund, der angekettet hinten drauf sass. Farmarbeiter waren es. Aus Punta Arenas die in einer Estancia in Tierra del Fuego arbeiten.
Hab mit ihnen die Magellanstrasse ueberquert und mich dann mit meinem Zelt an den “Strand” gelegt. Hatte Glueck, dass keien Polizei kam, aber naechsten MOrgen haben sie mich sehr komisch/boese angeschaut. Gut dass ich die “Vorsicht Mienenfeld” Schilder auch erst am naechsten Morgen gesehen habe 😀
War aber nett. Die Sonne dort unten geht schon sehr spaet unter und konnte so um 23:00 noch gemuetlich mein Zelt aufbaun und den vorbeifahrenden Tankern zuwinken…. (ich glaube einer hat sogar zurueckgewunken…. nicht sicher….) 😉

Am naechsten Tag an die Faehre gestellt udn nach 5 MInuten warten von Mariano mitgenommen worden. 36 Tonnen Zement hatte er geladen. Fuer das Sheraton in Ushuaia, das dort auf einem angrenzenden Berg mit Panoramablick gebaut wird. Wie gewohnt jeeede Menge Mate. Mitlerweile hab ich schon Hornhaut auf der Zunge vom vielen heissen Wasser 😀
Haben ueber Gott und die Welt geredet, was bei einer 13 Stundenfahrt auch nich tso schwer ist. 13 Stunden fuer 350 km. Durch die riesen Last und die schlechten Strassen auf der chilenischen Seite sind wir groesstenteils in Schrittgeschwindigkeit gefahren. Schneller gehts auch nicht, weils sonst alles zerlegt. Auf der argentinischen Seite ist alles geteert (die RN 3 geht hier weiter bis nach Ushuaia), die Chilenen sind allerdings nicht ganz so willig Strasen fuer die argentinischen LKWs zu bauen.

Die Landschaft wechselt um 180 grad dort unten. ANfangs nur Steppe mit Schafen Schafen und noch mehr Schafen . Wie weiter im NOrden in Patagonien. Irgendwann kommt das erste Gruen, ein paar Berge mit Quellwasser aus Rohren am Strassenrand. Dann imm Gruener, kleine Fluesse am Strassenrand, WIldpferde. Mehr Berge, Seen, Taeler. Ein super Panorama nach dem anderen.
die letzten 100 km nach Ushuaia sind die haeftigsten, da man eine Gebirgskette ueberqueren muss und mit dem LKW…. Schrittgeschwindigkeit 😀
Um 23:05 in Ushuaia angekommen. AN der Tanke geduscht und dann mein Zelt hinter einem Busch aufgeschlagen. Gluecklich am Ende der Welt angekommen zu sein …. 🙂

h1

2010….

January 2, 2010

Ort: Rio Gallegos – Patagonia
Ortszeit: 14:46
Gemuetszustand: Stinkend, staubig aber gluecklich 😀 (jeje, stinkende Gemuetszustaende sind toll! :D)

ich lebe noch!

Tut gut, sowas zu schreiben 🙂
Nach 6 Tagen ohne Internet (geht sowas?), festem Dach ueberm Kopf, warmen Duschen oder aehnlichem!

Bin in den letzten Tagen gut vorangekommen und gerade in Rio Gallegos am suedlichen Zipfel von Patagonien. Hab heute Nacht hier auf nem Campingplatz ausserhalb der Stadt gesachlafen und bin nun mit Gepaeck im “Zentrum” 😀
Brech jetzt gleich wieder auf um noch nen LKW nach Ushuaia zu erwischen.

Tagesziel heute: Suedlichste Stadt der Welt! Hell yeah! 🙂

Werd dort unten wohl ein paar Tage bleiben und dann kann ich vll mal bisschen mehr schreiben und ein paar Fotos hochladen.

Euch allen ein froehliches, witziges, gesundes, erfolgreiches Jahr 2010 mit tollen Momenten mit Familia und Freunden!! Soweit ab vom Schuss merkt man erst mal, wie viel so etwas wert ist…

Pasenla recupado! 🙂
Bo

h1

Internationale Weihnachten und Packmaraton

December 26, 2009

Hooohooohoooo oder JooooJooooJoooo wie die Argentinier sagen würden 😀

Fröhliche Weihnachten euch allen!!
Hoffe, das schneeweise Wetter in Deutschland hat mehr zur Weihnachtsstimmung beigetragen 🙂
Ich hab Weihnachten sehr multikulti verbracht gestern. Ein Mix aus Deutschland, Schweden, Neuseeland, Israel, Spanien, Frankreich, Kolumbien und Brasilien. Von allem war was dabei 🙂 Kein Familienersatz, aber trotzdem nett 🙂
Gab zwei “Roast Chicken” a la Kiwi mit mächtig viel Kartoffeln, Nachtisch und Wein.
Weihnachten ist hier nicht ganz so “gemütlich” wie zu Hause. Um 12 Uhr Nachts fliegen die Sekkorken und überall wird Feuerwerk verschossen. Wir sind auf die Dachterasse um das ganze zu bestauen. Schon geil, wenn aus allen Ecken und Kanten Raketen zwischen den Gebäuden auftauchen.

Eigentlich wollte ich ja heute Buenos Aires schon verlassen, hab es aber nicht geschafft. Bin erst um 7 im Bett gewesen und dementsprechend verschlafen 🙂
Zusätzlich war die Stadt wie ausgestorben. Kaum eine Menschenseele auf der Straße, Busse fuhren kaum, die Subte (Ubahn) lies 20 Minuten anstatt der üblichen 3 auf sich warten. Aber gut. Hab den Tag mit Packen, Mate trinken am See, Left-overs essen und chillen verbracht. Fröhliche Weihnachten 🙂

Hier ein paar Bilder, die ich mit meinem Weihnachtsgeschenk gemacht habe 🙂

Ansonsten bin ich grad ziemlich hippelig. Sachen Sind alle gepackt. Hab meinen 45L Tourenrucksack mit allem möglichen Scheiss (Bücher, Dokumente, Klamotten) voll gemacht und bei einer Freundin hier untergestellt. Sitze grad an Johannes Rechner. Mein geliebter Mac ist auch eingemottet. :/ Mein täglicher Wegbegleiter seit fast einem Jahr. In knapp einem Monat haben wir einjähriges. Verrückt wie die Zeit vergeht 😀
Anyway… nach dem ersten Wiegen hatte mein Reiserucksack gute 26 Kg. Gleich nochmal umgepackt und so viel wie möglich noch in den anderen Rucksack rein. Hab Gewicht gespart wo es nur ging. Sogar meine Softshell Jacke und meinen Gürtel habe ich eingemottet 😀 An sich ist fast nur das nötigste drin, aber es summiert sich eben alles.

Mein Hab und Gut für die nächsten 2 Monate:

5 Tshirts
lange Hose
kurze Hose
Badehose
2 Funktionsshirts
dünnes Fließ
dickes Fließ
Regen/Windjacke
Fließhose
Tourenhose
Regenhose
Wanderschuhe (die allein schon den halben Rucksack füllen 😀 )
Kochset inkl Kocher
Trinkbeutel
Handschuhe
Fließdecke
Zelt
Isomatte
Klettergurt
Kletterschuhe
Kamera(s)
Kabelzeugs und Ladegeräte
Taschenbücher + Andenken
Straßenkarte Patagonien + Feuerland (das beste was ich finden konnte 😉 )
Utensilien (Kompass, Taschenmesser, Stirnlampe etc…)
Powderparty-Cap (das Wichtigste 😀 )
Matebecher + Thermo
FlipFlops (die Unterschriften wurden teilweise von meinen Füßen absorbiert 😀 )

Dazukommt noch Essen und Trinken für den Weg…. und wenn er sich keinen Bruch geholt hat, lebt er noch heute 😀

Mal sehen ob ich es morgen schaff loszukommen. Ne Freundin meinte heute schon: “Also wir sehn uns dann morgen 😉 ”
Hab schon ein komisches Gefühl im Magen. Bin einfach viel zu gechillt gerade und fühle mich nicht so, als wäre heute meine letzte Nacht hier in der WG, die letzte Nacht (zumidnest vorläufig) in Buenos Aires oder als würde ich morgen für die nächsten Monate aus dem Rucksack und im Zelt lebend durchs Land touren. Wenn ich wiederk omme wird alles anders sein. Die meisten Austauschstudenten sind wieder in der Heimat, neue Wohnung, neue Leute. Anders. Nicht unbedingt schlechter.

Bin schon aufgeregt, weil ich nicht weiss wie es mir gefallen wird, alleine zu reisen und wie das mit dem Trampen klappt. Ist sicher eine tolle Erfahrung, auch wenn man alleine vielleicht nicht immer so viel Spaß hat. Ich denke aber man lernt leichter Leute kennen, auch wenn man sich zwingen muss auf andere zu zugehen. Durchhalte und optimistisch denken heisst die Devise

Meine Stimmung schwankt grade ziemlich. Im einen Augenblick bin ich total heiss drauf, endlich loszulegen, im nächsten Moment würde ich mich am liebsten hier bleiben. Hier, wo es Freunde gibt. Hier, wo ich mich auskenne. Dann ärger ich mich über mich selbst. Angst davor, Ungewohntes zu erkunden, Neues kennen zu lernen? Bullshit! Wäre es so, wäre ich ja gar nicht hier.
Los! Auf gehts! Patagonien! Anden! Argentinien! Südamerika!!!
Tolle Touren, tolle Landschaften, neue Menschen, neue Freunde, neue Eindrücke, neue Erfahrungen. Über die Welt und mich selbst.

Wann fährt der nächste Bus?

h1

Som… ääh Weihnachtsstimmung

December 18, 2009

Während in Europa die Politiker beim Klimagipfel und das Wetter auf der Straße wütet, die Sonne kaum mehr richtig aufgeht und die Handschuhe nur ausgezogen werden um die Hände am Glühwein zu wärmen wirds hier so langsam sommerlich 🙂

Schon erwähnte Schwankungen bleiben noch nicht aus, werden aber immer erträglicher. Gestern abend um 22:35 ahtte es noch gute 25 Grad und heute klettert das Termometer auf schwitzige 33 Grad.
Bei dem Wetter so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen ist schwer. Die Accessoires in den Straßen, sind schön anzusehen, helfen dabei nicht wirklich 🙂

Alles was ich bis jetzt gesehen habe, waren ein paar Lichterketten auf der Av de Mayo (Verbindungsstraße zwischen Casa Rosada (Regierungssitz) und Congreso (Parlament)), einige überdimensionierte Weihnachtsbäume aus Draht an ein paar wichtigen Plätzen der Stadt und bunt geschmückte Plastikbäume in Schaufenstern 🙂

Weihnachten!!! yay :)

Nebendran steht eine junge Dame und spielt in gewohnter Buenos-Aires-Tangomanier Weihnachstlieder auf der Geige 😀 Herrlich.

Diesen netten “grünen Deutschen” gabs in Puerto Madryn im Supermarkt. Die Krippe davor, sah zu 85% aus wie die von zu Hause 🙂 (Nur der schwarze der drei Könige hatte keine Bissspuren vom kleinen Flori 😀 )

In diesem Sinne. Ich geh mich jetzt sonnen in der Hängematte 🙂

Bevor ichs vergess. Heute letzte Klausur “geschrieben”
Mündliches Final. Heute nacht um 12 das Lernen angefangen, um 1 Uhr gemerkt: Facebook ≠ Lernen, um 1:45 eingeschlafen, um 8 in die Uni. 2,0. Kann man nicht immer Austauschstudent sein? 😀

h1

Fit für den Sommer…

December 16, 2009

Da die Temperaturen hier langsam steigen und steigen (die Betonung liegt auf laaangsam), hab ich beschlossen meinen Lange-Hosenbestand von wenige auf wenige-1 zu verringern und dafür meinen Kurzhosenbestand aufzustocken: Kurzehosen++ (ohje… nennt mich Info 😀 )

Teilweise auch aus dem Grund, dass ich mir die Hose gestern beim Radfahren bis zum Knie aufgerissen habe. Vorher warens nur die ersten 5 cm, das ging noch 🙂 Nebenbei hab ich mir noch das Tretlager meines Rades gebrochen, aber das ist eine andere Geschichte 🙂

Hasta luego
Das tapfere Schneiderlein.