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Tipo chaos….

March 2, 2010

alles sehr verpeilt gerade. In den letzten Tagen habe ich ca. 25 mal Plaene geaendert. So ca. nach jedem Schritt ๐Ÿ˜€

Aber von Vorne: (Stellt euch auf ein paar verwirrende Zeilen ein ๐Ÿ˜€ )

Erstmal noch eine kleine Anekdote: Am Tag des Erdbebens (glaube letzter Freitag) hatte ich mit Monica (Amerikanerin) und Jan Peter (Hollaender) aus meinem absolut genialen (!!) Hostel in Bariloche einen Roadtrip gemacht. Eigentlich sollten wir zu viert sein, aber Andy (Ein Englaender mit dem ich vorher die Nahuel Huapi Traverse (Mehr dazu spaeter) getrekt bin) ist nicht aufgekreuzt, weil er (wie ich spaeter erfahren hab) vom “Rock Chicken”-Hamburger den ich mit ihm am Abend zuvor, nachdem wir Avatar im Kino gesehen haben (Englisch mit spanischen Untertiteln – aber 2D), verspeisst hab, die Kotzerei bekommen hat und nicht kommen konnte. *Lufthohl*
Anyway…Bariloche liegt im so genannten Lake District – dem Seengebiet Argentiniens. Noerdlich davon schmiegt sich ein See an den naechsten. Eine sehr bekannte Route ist die “Ruta de los siete lagos”, die Rute der 7 Seen ๐Ÿ˜€
Wir hatten uns ein Auto geliehen (Eigentlich einen VW GOL, aber wir wurden zu einem VW Polo aufgewertet… yay! ๐Ÿ˜€ Der Trip landschaftlich war eine ziemliche Enttaeuschung. Die Seen sind zwar ganz nett, aber wenn man den Ausblick des Hostels auf den Nahuel Huapi-See gesehen hat und in den angrenzenden Bergen trekken war, ist das nichts was einem vom Hocker reisst. Zusaetlich ist 60% der Strasse Dirtroad, man sieht also vor Staub sowieso nichts. Alle 10 km kommt dann mal ein Mirador, an dem man anhalten udn Fotos machen kann. Yay….
Trotzdem hatten wir einen Heidenspass. Wir sind bis nach San Martin de los Andes gefahren um dort in einem traditionellen Teehaus in den Bergen oberhalb des Ortes Cafe zu trinken (der Tee war zu teuer ๐Ÿ˜€ )
Danach gings Schokolade und Eis essen in Sanmartin. Die Gegend dort ist beruehmt fuer ihre gute (schweizer) Schokolade. Sie ist wirklich ganz lecker ๐Ÿ™‚

Auf dem Rueckweg haben JP und ich Monica noch das Manual-fahren beigebracht. Remember: Amis koennen nur Automatik ๐Ÿ˜€
Die Schotterstrasse hat sich ganz gut dazu geeignet und sie hat sich echt gut geschlagen. Nebenbei haben wir aber voellig die Zeit vergessen. Um 20:30 mussten wir das Auto zurueckbringen, oder am naechsten Tag um 9. Allerdings hatten wir einen Tagesausflug zum “TRONADOR” (mehr dazu spaeter ๐Ÿ˜€ ) geplant und der einzige Bus dort hin fuhr um 8 uhr morgens. Also Fahrerwechsel von Monica zu JP und drauf mit dem Fuss aufs Gaspedal. Mit 80 durch den Wald und ueber den Schotter. Das macht Spass. Wenn allerdings in einem kleinen Kaff ein Autofahrer auf der eigenen Fahrbahn entgegen kommt, weil er die Kurve schneidet ist das nicht sooo spassig. Aus den 80, die schon 50 waren wurden ganz schnell 0. Und ein ekeliges Geraeusch.
Diagnose: unser schoener Polo demoliert an Stossstange, rechtem Kotfluegel und rechtem Licht. Der andere (ein FIAT Uno) mit zwei eingedellten Tueren auf der rechten Seite.
Es war ganz klar nicht unsere Schuld, da er ohne klare Sicht die Kurve geschnitten hat und auf usnerer Fahrbahn war. Trotzdem hat er sich ziemlich aufgeregt. Netterweise hat er angeboten keine Anzeige zu erstatten, wenn wir ihm sofort die beiden Tueren bezahlen wuerden…. aaaahja ๐Ÿ˜€
Gut, dass die Polizeistation 10 m Luftlinie von der Kreuzung entfernt war ๐Ÿ˜€
Anzeige gemacht, Personalien aufgenommen. Mehr wird da nicht gemacht. Keine Zeugenaussage oder aehnliches….wozu auch.
Zum Glueck hab ich Fotos gemacht, denn der Fahrer hat nun im Nachhinein erst behauptet, dass dort ein Kreisverkehr gewesen waere (was totaler Quatsch ist) und nun, dass wir ein Stopschild ueberfahren haetten….auch Bloedsinn.
Langer Rede kurzer Sinn: In argentinischen Mietvertraegen gibt es eine nervige Klausel die besagt, dass jeder Scahden (am eigenen) Auto unter 2400 Pesos von den Mietern uebernommen werden muss. Nunja. Unser Schaden liegt bei 2100 Pesos….
Der Versicherungsprozess laeuft und eventuell bekommen wir das Geld sogar zurueck. Wenn die Leute in dem Dorf nicht schnell ein Stopschild aufstellen ๐Ÿ˜‰

Im Endeffekt kamen wir also viel zu spaet mit demoliertem Auto in Bariloche an. Genau richtig zur “Winetasting-Party” im Hostel. Ein tolles Konzept. Jeder kauft eine Flasche Wein und bereitet Fingerfood vor. Danach wird “getastet” bis alle Flaschen leer sind. Nun wisst ihr auch warum ich das Erdbeben nicht mitbekommen hab. Ich hab nach ausgiebigem (!) Testen geschlafen wie ein Stein.

Nach der kurzen Nacht (1 1/2 Stunden Schlaf) haben wir das Auto fuer noch einen Tag ausgeliehen (was wir von anfang an haetten machen sollen) und sind in einen nationalpark suedlich von Bariloche gefahren. Zum groessten Berg des Lake-Districts, dem Tronador. Ein 3500 hoher Riesenoschi, der seinen Namen den regelmaessig mit Getoese abfallenden Gletscherstuecken zu verdanken hat.
Ein wahnsinnig schoener Ausblick nach dem anderen…. einer der schoensten Punkte die ich bis jetzt in Argentinien gesehen hab. Und realtiv unpopulaer. Ausser 3 Touribussen waren wir allein und den 3 Stunden-Aufstieg zu einem Mirador hatte sich keiner von denen gewagt. (Wir haben uns beim Abstieg jedoch auch etwas vertan und sind in einen kleinen Steinabhang “reingerutscht”)

Am naechsten Tag hab ich mich aus Bariloche verabschiedet und wollte eigentlich richtung Mendoza trampen. Nach 1 Stunde in der bruetenden Hitze hatte ich aber keine Lust mehr und hab einen bus nach Neuquen genommen. Neuquen ist nett ausgedrueckt ein absolutes “Kaff” Das hab ich aber erst gemerkt als ich dort war. Anstatt ein Taxi ins Zentrum und ein 110 Pesos Hotel zu nehmen, hab ich nach 20 Minuten Aufenthalt den naechsten Bus nach San Rafael genommen, ein kleines Staedtchen suedlich von Mendoza.
Nachdem ich dort morgens um 5 angekommen bin und mich erst mal noch 2 Stunden schlafend “ins” Terminal gelegt habe, hab ich in ein Hostel eingecheckt und den Tag dort verbracht. Nette Argentinier kennengelernt. Ausser 2 Franzosen gabs dort auch nichts anderes. Mal ganz was neues ๐Ÿ™‚
Heute morgen dann nach General Alvear (auf dem Weg nach BsAs) getrampt und vor 2 Stunden von hier ein Busticket nach BsAs gekauft. Nach 3 Stunden warten an der Strasse hatte ich auch hier keine Lust mehr. Ab morgen hab ich mein Zimmer in Buenos Aires und die Vormieterin, eine Freundin aus den USA fliegt morgen zurueck in die Heimat und ich wollte mich onch von ihr verabschieden. Da das Trampen nicht geklappt hat (hier gab es einen Benzin-Engpass und kein LKW ist gefahren), gehts jetzt also in 1 1/2 stunden mit dem Bus nach Bsas wo ich morgen um 8 ankomme. Uff… Busfahren ist echt aetzend und am liebsten haette ich es umgangen. Man ist die ganze Zeit im Halbschlaf, bekommt nichts von der Gegend mit und starrt zombi-artig auf einen der 4 Bidlschimr, die 25 (schlechte) Spielfilme oder (noch schlechtere) argentinischen Musikvideos (Wie Jordan, ein Ami aus dem Hostel so passend ausgedrueckt hat: “There was a dude singing about “corazon”…all the time”) zeigen ๐Ÿ˜€

Ohje ich bin verwirrt ๐Ÿ™‚
Ich werd jetzt schluss machen und noch etwas die Abendsonne geniessen. Morgen, wenn ich keinem Grossstadt-Schock erlitten bin, meine Fuesse wieder Hautfarben statt blau-rot-braun-grau (FlipFlops haben auch Nachteile, vor allem bei Dreck und starker Sonne ๐Ÿ™‚ ),mein Tshirt wieder weiss statt braun-grau (weiss Tshirts auch…) ist, und ich nach 2 Monaten mein geliebtes Macbook hoffentlich unversehrt in den Haenden halte, gibts ein paar Bilder oder aehnliches ๐Ÿ™‚

Adieu

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Erdbeben

February 27, 2010

Vor 2 Stunden gab es vor der Kueste Chiles ein haeftiges Erdbeben. Laut verschiedenen Internetseiten 8.3-8.5 auf der Richter Skala.

Das komplette Hostel (im 10. Stock eines Wohngebaeudes) hat angeblich gewackelt. Ich hab davon nichts mitbekommen, weil ich (etwas angetrunken) geschlafen habe. Das Hostel im 10. Stock und das komplette Gebaeude wurde komplett evakuiert. Ich dachte erst es ist ein bleoder Scherz als alle in meinem Zimmer auf einmal ihre Sachen gepackt haben. “Koennen die nicht das Licht aus lassen, wenn sie zum Bus muessen?”

“Man, wake up. We have to leave. There was an earthquake. Didnt you feel it shaking?”

Hier ist nichts passiert. Durch Gruppenkuscheln im Park haben wir uns warmgehalten und auch das erste Nachbeben, mit nachfolgender Komplettevakuierung ueberlebt. Keine Schaeden oder sonstiges.
Die Strassen voller Leute und viele alte Menschen total verstoert im Bademantel wuseln durch die Lobby und auf der Strasse herum – Zwischen vielen Besoffenen, die gerade aus dem Club evakuiert wurden.
Wie es an der chilenischen Kueste aussieht ist noch unklar. Angeblich keine groesseren Schaeden.

Von den Behoerden gab es Entwarnung fuer unser Gebaeude.
Einige der Hostelgaeste haben ihre Zelte trotzdem im angrenzenden Park aufgeschlafen udn schlafen jetzt dort.

Es werden wohl noch ein paar Nachbeben erwartet, aber nichts weltbewegendes… ๐Ÿ˜‰

***EDIT***

Ok wohl etwas sehr untertrieben. Zu der Zeit als ich das geschrieben habe, war von 6 Toten und kleinen Schaeden die Rede. Mitlerweile gehen die Toten in die hunderte und Santiago liegt angeblich teilweise in Truemmern. Viel bekommt man hier leider trotzdem nicht mit. Im Fernsehen berichten sie dann doch lieber ueber das letzte River-Spiel oder den letzten Ueberfall in Buenos Aires….

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Carretera Austral – Von Coyhaique nach Futaleufรบ

February 16, 2010

Moooin ๐Ÿ™‚

immernoch angenaesst, mit schlaefrigen Augen und beginnenden Muskelkater sitz ich hier im Internetcafe in Futaleufรบ.
Futalewas?
Futaleufรบ – Gesprochen Fu-ta-leh-fuu – liegt nahe der argentinischen Grenze etwas suedlich des Seengebiets in Chile und Argentinien. Die Carretera Austral habe ich hier schon verlassen. Was? So schnell ging das? Noch vor ein paar Monaten hab ich mir die Carretera Austral als einsamen Feldweg durch den Regenwald vorgestellt. Das ist auch das was jeder erzaehlt. In Wirklichkeit ist es ein Feldweg durch den Regenwald. Allerdings anders als man es sich vorstellt ๐Ÿ™‚
Die Geschwindigkeit mit der sich die Landschaft (und damit die genialen Aussichten) aendern sucht nur so ihres gleichen. Im 20 Minuten Takt hat man teilweise einen 100%igen Wandel. Von zerkluefteten Bergen mit haengenden Gletschern und Schneefeldern ueber grenzenlose Weiten mit verbrannten Baeumen, Kuehen und Schafen bis hin zu tiefstem Regenwald mit 2-meter-Durchmesser Nalca Pflanzen am Strassenrand und wilden Geltscherbaechen, die an bzw. unter der Strasse entlangrauschen.

Von Coyhaique, dem kleinen Oertchen, in dem ich einige Tage verbracht habe, bin ich in einem 2-Tages-Trip nach Futaleufรบ gekommen. In Coyhaique hatte ich extremes Glueck. Bin an diesem Tag insgesamt mit 3 Leuten getrampt und hab insgesamt etwa 5 MInuten Wartezeit gehabt ๐Ÿ˜€
Von Coyhaique gings mit einem Kleinunternehmer bis an eine Kreuzung ab von der Carretera Austral (die hier geteert ist! Woohooo ๐Ÿ™‚ ), dort wurde ich von einem Strassenbauingenieur bis an die Kreuzung nach Puerto Cisnes mitgenommen. Hier wird der Strassenbelag deutlich steiniger und schmaeler ๐Ÿ™‚ Kurz: Der Teer hoert auf und die Strasse verengt sich zu einem 2,20m Feldweg durch den Regenwald. An der Kreuzung standen bei meiner Ankunft zwei LKWs und haben Ladung umverladen und der eine hat mich sofort mit nach Puyuhuapi genommen. Puyuhuapi ist eigentlich sehr nett. Gegruendet in den 40er Jahren von 4 Deuschen Auswanderern war es seeehr lange nur per Boot (wenn ueberhaupt) erreichbar. In den 80ern wurde es dann mit der Carretera Austral an die befahrbare Aussenwelt angeschlossen. Der komplette Strassenbau per Hand. Ohne Maschinen o.ae.
In der “Townhall” haengen sehr viele Fotos der ersten Gebaeude udn EInrichtungen. Viel ist nach Deutschen benannt. Otto Uebel, einer der Gruender, hat seine eigene Strasse ๐Ÿ™‚
Zusaetzlich gibt es den Queulat Glaciar Colgante, einen “haengenden” Geltscher, den man sogar beim vorbeifahren an der Strasse oberhalb in den Bergen sehen kann. Tolles Schauspiel!
Glaciar Colgante

Heisse Thermen gibt es auch, aber einige km ausserhalb vom Oertchen und zu teuer fuer mein Budget ๐Ÿ™‚ Eigentlich wollte ich an dem Tag noch weiter nach Norden, aber hab in der Touriinfo eine Hollaenderin und eine Schweizerin kennen gelernt und mich beim Mate und Palta-Brot (Palta = Avocado – chilenische “Nationalfrucht” ๐Ÿ˜‰ ) verquatscht und dann beschlossen zu bleiben. Netten Abend gehabt im Hostel mit ein paar Litern Gato negro – (dem wohl besten Tetrapakwein den ich je getrunken habe), Fertignudeln und einem deutschen Paerchen aus Jena, die ein halbes Jahr in Suedamerika unterwegs sind. Total Planfreaks ๐Ÿ™‚ Hatten ihren halben Urlaub schon auf den Tag genau mit Budget und Fluegen/Bussen durchgeplant. Sehr liebenswuerdig aber zu durchstrukturiert fuer meinen Geschmack ๐Ÿ™‚

AM naechsten Tag gings von Puyuhuapi zaehfluessig Richtung Futaleufu. Hatte erst ueberlegt der Carretera Austral weiter nach Chaitรฉn zu folgen, wo 2008 der fuer inaktiv gehaltene Vulkan mit dem gleichen Namen ausgebrochen ist und das komplette Doerfchen mit 1m Asche eingedeckt hat. Alle Einwohner wurden damals evakuiert, einige sind aber wieder zurueckgekehrt und leben nun aus Protest weiterhin dort. Protest gegen die Regierung, die das Staedtchen einige km nach Sueden “verlegen” will. Strom gibt es wohl nur aus dem Generator und fliessend Wasser ist auch nicht vorhanden.
Haette das gerne gesehen (und evtl mal auf den Vulkan hochgestiegen) , aber hin- und wegkommen ist wohl etwas problematisch dort ๐Ÿ™‚
VOn daher gings nach langem Warten (3h) und Treffen eines Israelis (der sich gleich wieder angeschlossen hat) mit einer chilenischen Familie nach Futalaeufu. Sehr sehr nette Menschen aus Viรฑa im Nordwesten Santiagos.

Ido, der Israeli, ist mit den 5 chilenen noch weiter ueber die argentinische Grenze nach Esquel gefahren, ich bin in Futaleufu geblieben und hab nach kurzem Suchen eine Agencia zum Raften gefunden (eine der zehn :D). Kunden duerfen im “Garten” campen und kostenlos Kueche und Bad benutzen. Perfekt ๐Ÿ™‚
Abends wurde ich von Carina, einer Kanadierin, und Athuro, einem Peruaner, auf eine Kayak-und-Rafter-Party im Ort mitgenommen. Geburtstagsparty eines der Guides. Seeehr coole Leute ๐Ÿ™‚ Um halb 4 bin ich mich an den Sternen orientierend durch die tiefschwarze Nacht zu meinem Zelt gewankt ๐Ÿ˜€

Am naechsten Tag gings Raften auf dem Rio Futalaeufu, einem der weltberuehmtesten Fluesse zum Raften und Kayaken. Stromschnellen Level 5+. Heftig! ๐Ÿ™‚
Das Raften war, ob wohl teuer, sehr cool. 2m hohe Wellen durch die man da durchfluegt. Zu 7 in der balsa – dem Schlauchboot – kann einem aber eigentlich nichts passieren. Umfallen ist schon seeehr schwer mit gutem Guide, rausfallen schon leichter ๐Ÿ˜€

Hab am Abend beschlossen am Tag darauf einen Kayakkurs zu machen. Mit Carina, der Kanadierin (95% der Guides in Futaleufรบ sind nicht aus Chile) gings erst auf einen fast stehenden Flussabschnitt des Rio Espolon um die Grundkenntnisse aufzufrischen bzw. erst mal zu lernen. Rudern, Ausglecihen, Rollen. Das mit dem Rollen hat gut geklappt. Nach 10 Minuten konnte ich Rollen. Mit dem Rest hatte ich mehr PRobleme ๐Ÿ˜€ Normal ist das wohl andersrum. Nachmittags gings den Rio Espolon runter durch ein paar kleine Stromschnellen.

Am Tag darauf war Carina leider busy. Ich han am Vormittag etwas in der Agencia geholfen udn Transportfahrer gespielt. 4×4 Jeep mit Anhaenger und 3 Schlauchbooten durch die Gegend gekarrt und Gaeste aufgesammelt. Dafuer bin ich am Nachmittag mit zur “Lodge” einem sehr netten Haeuschen das den Eigentuemern gehoert und an dem die Rafter starten udn wieder ankommen. Hier hab ich mit meinem kayak in einem Eddy – einem Flussteil hinter einem Stein/Baum o.ae. wo es kaum bzw. keine Stroemung gibt – meine Rolle geuebt. 2 Stunden lang…. mindestens 100 Rollen. Irgndwann war mit schwindlig ๐Ÿ™‚

Gestern hatte ich meinen zweiten vollen Kayaktag. Nach chaotischem Start ging es wieder zum Espolon. Nachmittags kamen ein paar – fuer meine Verhaeltnisse – richtig krasse Stromschnellen. Level 2+.
Nach 2 1/2 Tagen nur im kayak und 1000 neuen Informationen war mein Kopf aber einfach voll. Vielleicht auch einfach nur voll Wasser ๐Ÿ˜€ Insgesamt bin ich 3 mal schwimmen gegangen, weil ich die “Combat Rolle” nicht auf die reihe gebracht habe. Combat ROlle ist die Rolle in Stresssituation, also nicht im easy ruhigen Gewaesserchen in dem man sich gut auf alles einstellen kann und konzentriert die Position einnehmen kann, sondern zwischen 1m- hohen Wellen, Steinen, den Mund teilweise voll Wasser und das Paddel (das man zum Rollen braucht) irgendwo, aber nicht da wo man es haben will. Die letzte und schlechtestes Moeglichkeit, wenn man wirklich nicht mehr mit dem Kopf aus dem Wasser kommt ist der Wet-exit. Raus aus dem Boot. Dann ist man zwar innerhalb von wenigen Milisekunden ueber Wasser aber es gilt das Boot, das Paddel und sich selbst zu retten bzw. retten zu lassen. In langen Stromschnellen eine schwere Angelegenheit, da man ein ruhiges PLaetzchen finden muss zum entwaessern udn wieder einsteigen. Und es ist nich so dass nach ejder Stromschnelle ein ruhiger See kommt. Nein, die gehen immer weiter ๐Ÿ™‚

Im Endeffekt also ein seeehr intensiver Tag. Mit viel Wasser, aber tollen neuen Erfahrungen. Ich werde es auf jeden Fall weiter probieren. Das Rollen udn das Kayaken. Aber jetzt erst mal ein paar Tage Pause ๐Ÿ˜€
Hab heute Nacht sogar vom Rollen getraeumt. In Stromschnellen, wenig Luft in der Lunge und das Paddel an der falschen Stelle. Konzentrieren, Paddel parallel zum Boot, den Kopf auf den Spritzschutz. Paddel um 90 Grad drehen und mit Hueftkick aus dem Wasser raus. Das wichtigste (und mein groesster Fehler): den Kopf als letztes aus dem Wasser, sonst klappt es nicht….

Soviel zur Kayak-theorie ๐Ÿ™‚
Ich kauf mir jetzt ein leckeres Fruehstueck, Pack meine Sachen, bezahl meinen Kayakkurs und stell mich dann an die Strasse um die 8-km-entfernte Grenze nach Argentinien zu ueberqueren. Hoffetnlich schaff ich es heute nach “El Bolson” oder “Bariloche”. In Bariloche will ich einen 5-7 Tages-Trek machen. Einen der schoensten Argentiniens angeblich. Mal sehen ๐Ÿ™‚

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Caretera Austral – Villa OยดHiggins nach Coyhaique

February 10, 2010

Ueber die Carretera Austral hab ich ja glaube ich schon mal ein paar Worte verloren. Sie wurde 1976 von der damaligen chilenischen Regierung angefangen zu bauen und erst im Jahr 2003 fertig gestellt. Eine ziemlich genial eStrasse. Meistens besteht sie nur aus Schotter, durch Regenwald, freigesprengte Felsen vorbei an tuerkisblauen Fluessen und Seen. Bei uns wuerde die Strasse nicht mal als ordentlicher Feldweg duchgehen :).
Teilweise passt nur ein Auto von der Breite her auf die Strasse. Bei Gegenverkehr muss improvisiert werden. Dann gehts im Schneckentempo aneinander vorbei um sich nicht gegenseitig gegen die Steilwand bzw. den Abgrund zu draengen.

In Villa OยดHiggins, dem suedlichsten Ende der Carretera Austral bin ich vor einigen Tagen gestartet. Von dort ging es im Bus nach Caleta Torel, einem kleinen Ort, der keine Strassen besitzt. Alle Hauser sind auf/an Stegen gebaut. Am oberen Ende des Doerfchens gibt es einen “Grossparkplatz” auf dem etwa 25 Autos Platz haben. Von dort muss man laufen und viele viele Treppen steigen. Das ganze ist an einer schoenen kleinen Bucht gelegen mit steilen Haengen aussen rum. Patagonische Fjordlandschaft. Konrad, Claudi, Orfi und ich (allesamt Deutsche ๐Ÿ™‚ ) haben uns nach langer Quartiersuche in einer Hospedaje fuer eine Nacht eingemietet. Nicht gerade freundlich die Hauseigentuemerin, aber das gehoert auch dazu. (“Gekocht werden darf in de Kueche, aber danach muss man sofort ins andere Zimmer. Die Kueche gehoert ihr, das andere Zimmer ist fuer die Touristen”)
Temperaturmaessig war wie in Patagonien gewohnt sehr kalt udn regnerisch. Eigenltich regnet es immer. Mal nieselt es nur und die Sonne kommt etwas durch, mal giest es nur so aus Eimern. Dazu eisige Winde, die vom im Westen gelegenen Inlandeis mit seinen hunderten von GLetschern herueberzieht.

Am naechsten Morgen wollten wir nach Cochrane trampen, da von Tortel nur nachmittags einer der seltenen Busse dorthin fuhr, Claudi und Orfi aber am Nachmittag des darauffolgenden Tages ihren Flug nach Buenos Aires von Perito Moreno nehmen mussten. Ein Staedtchen das immernoch seeehr weit weg lag. Daher so bald wie moeglich in die Naehe der Grenze nach Chile Chico.
Nach einem kurzen “ride” in einem chilenischen Wohnmobil bis zur Kreuzung zur Carretera mussten wir geschlagene 4 Stunden in der Eiseskaelte und Regen warten bis uns schliesslich ein Schafstransporter hinten im LKW mitgenommen hat. Dort haben wir auch drei brasilianische Radler angetroffen, die wir schon in OHiggins getroffen hatten. Die guten sind ohne einen Penny Bargeld nach Chile gekommen und haben icht bedacht, dass es dort keine Geldautomaten gibt. Cochrane ist das erste Staedtchen mti Geldautomat und der akzptiert lediglich Mastercard, die meisten haben jedoch VISA. Der naechste VISA Automat ist in Coyhaique, mehrere hundert km noerdlich.

Nach einer kurzen Nacht in Cochrane ging es am naechsten MOrgen mit dem Bus weiter nach Chile Chico. Wunderschoene Landschaften entlang des Rio Baker, einem tuerkisfarbenen Fluss, richtung Norden zum Lago General Carrera, dem zweitgroessten See Suedamerikas (nach dem Titikakasee). In Chile Chico herrscht ein eigenes Mikroklima. Im Gegensatz zum typisch patagonischen Klima herrscht hier Sonne und Sommerwetter. Im Tshirt rumlaufen war hier kein Problem ๐Ÿ™‚
Das Wetter spielt dieses Jahr allerdings auf der ganzen Welt verrueckt. Waehrend in Deutschland das Schneechaos herrscht, regnet es hier so viel wie schon lange nicht mehr. Die Einheimischen beschweren sich ueber weniger Touristen und auch in Chile Chico, der “Fruchthochburg” wurden anscheinen viele Ernten vom Wetter versaut.

Claudi und Orfi haben, nach einer perfekten Punktlandung unseres Busfahrers, noch perfekt ihren Flug nach Buenos Aires bekommen und sind mitlerweile schon wieder im eisigen Muenchen. Um 10 ging der Bus und er meinte wir sind um 2 in Chile Chico. Um 13:56 sind wir dort eingetrudelt, um 14:00 ging der Bus nach Perito Moreno. Das ist mal Timing. Leider blieb daher wenig Zeit zum Verabschieden der beiden….

Konrad und ich wollten am naechsten Tag mit der Faehre ueber den See fahren um weiter nach Norden zu reisen. Pustekuchen. Faehre war fuer die naechsten 4 Tage ausgebucht. Auch gut, dann eben per Anhalter wieder zurueck nach Westen zur Kreuzung mit der Carretera um von dort nach Norden weiterzufahren.
Auch hier mussten wir am naechsten Tag lange warten. Nachdem wir einige Km mitgenommen wurden mussten wir mitten auf der Strecke 4 Stunden auf den naechsten Bus warten. Der aber voellig ueberfuellt war. Leider der einzige der fuhr. Gluecklicherweise hat in dem MOment ein Chilene angehalten im leeren Pickup und uns 2 Ortschaften weiter gefahren, wo wir uns dann mit dem Bus verabredet haben. Der Busfahrer war einverstanden uns das restliche kleine Stueckchen (12km) mitzunehmen.
Aus dem Bus ausgestiegen (mit 2 Israelis die auch nach Norden wollten) und 25 Sekunden spaeter von einer Familie im LKW mitgenomen werden. Der komplette LKW war voll mit leรฑa – Feuerholz – wir obene drauf. Dazwischen noch ein Huhn im Kaefig, das vor Angst nur so durch den Kaefig geflattert ist. 50 km gings bei eisigem Wind aber super Aussicht (und die Israelis hatten Bier dabei ๐Ÿ™‚ ) am See entlang nach Puerto Rio Tranquilo. Dort gibt es eine schoene Marmorhoele am See rand. Leider haben Konrad und ich bemerkt, dass wir absolut kein Geld mehr haben und es gerade nochs o fuer die Unterkunft und den Bus am naechsten Morgen reicht. Auch gut… dann eben kein Marmor ๐Ÿ™‚

Am naechsten MOrgen gings fuer mich ins etwa 100km entfernte Villa Cerro Castillo, das naechste Oertchen und “Sprungbrett” fuer einen 3-4 Tages trek zum angrenzenden Nationalpark Cerro Castillo. Der Cerro Castillo (“Castillo” heisst “Schloss”) trohnt ueber dem Oertchen – ein toller Anblick. Seinen Namen verdankt er den vielen zerkluefteten Zacken, die ihn wie eine Burg aussehen lassen. “Der schoenste Schutthaufen Patagoniens” wie ihn ein Trekkingfuehrer betitelt ๐Ÿ™‚

Nach 3 Tagen durch die Gegend Irren, unzaehligen Abrutscher auf Steilhaengen und Gletschermoraenen bin ich wieder gut im Doerfchen angekommen. Aufgeschuerfte Haende und einer meiner Trekkingstecken musste dran glauben. Trotzdem eine seehr sehr schoene Gegend, auch wenn man sich nicht so auf die (schlechten) Karten verlassen sollte. 2 Leute hab ich waehrend der drei Tage getroffen. Deutsche natuerlich ๐Ÿ™‚ ein etwa 60 jaehriges Ehepaar aus Hamburg, die ziemlich gut unterwegs waren ๐Ÿ™‚ Machen 6 Wochen Wander- und Trekkingurlaub in Patagonien. ๐Ÿ˜‰

Nachdem ich vergeblich versucht habe in einem der Busse nach Norden zu kommen (es fahren 1-5 Busse zwischen 10 und 16 Uhr. Wie und wann weiss keiner so genau und alle waren restlos ueberfuellt), hab ich mich etwas verzweifelt an die Strasse gestellt. Hatte genau noch 0,0 Cent in der Tasche, dafuer aber genug Essen, da ich fuer 4 Tage Trekkign geplant hatte. Keine 5 MInuten spaeter – ich hatte gerade meine TUnfischdose 1/4 geoeffnet – hat auch schon der erste CHilene angehalten und mich nach Coyhaique mitgenommen. Sehr coole Fahrt. Hat viel erzaehlt von Skitouren im Torres del Paine, Angeln und seinem Beruf als Winzer in Santiago. Er vertreibt die Weine in Europa und war daher schon sehr oft drueben.
DIe Carretera ist – aus welchem Grund auch immer – zwischen Cerro Castillo und Coyhaique geteert. Aber im super Zustand. Besser als jede deutsche Autobahn koennte man meinen ๐Ÿ™‚ Daher sind wir mit 120 entlang geflitzt und haben auf dem weg 1-2 keuchend und aechzende Busse ueberholt ๐Ÿ™‚

Seit vorgestern bin ich nun in Coyhaique, dem ersten groesseren Staedtchen mit mehr als 600 EInwohner seit 3 Wochen, und werde mich in wenigen MInuten an die Carretera begeben um weiter nach Norden zu reisen. Entweder nach Puyuhuapi, wo es einen haengenden Gletscher und beruehmte Thermen geben soll oder richtung Futaleufรบ, dem letzten Ord in Chile, bevor ich wieder nach Argentinien kreuzen will. Dort gibt es den Rio Futaleufรบ, einen fuers Rafting weltbekannten Fluss. Vielleicht goenn ich mir das mal, auch wenn es sehr teuer sein soll.

Bilder kann ich leider hier grad nicht online stellen, werd ich noch nachholen ๐Ÿ™‚ Hoffe dort oben gibt es weiterhin Internet… und Geldautomaten ๐Ÿ˜‰

Bis die Tage

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Villa OยดHiggins

February 1, 2010

Nach langem Weg zum Lago OยดHiggins, teurer Ueberfahrt (mit viiiiel krassem Wind) und einem kleinen Busshuttel bin ich und noch einige andere tapfere Reisende vorgestern gut in Villa OยดHiggins angekommen.

Villa OยดHiggins ist total geil. Noch vor wenigen Jahren war hier absolut gaaaaaar nichts. Mitlerweile gibts hier absolut gaar nichts (man beachte die ANzahl der aยดs).

Das Boot vom Sueden faehrt alle 2-3 Tage. Wobei die letzte Woche hatten die Leute wohl keinen Bock und sind einfach mal nicht gefahren. Stefan und einige andere Reisende, die ich hier im “hostel” kennen gelernt habe sassen 3 Tage an der Bootsanlegestellt fest. Bloed wenn man fuer 3 Tage Essen einplant und dann dauert es 6 ๐Ÿ™‚

Das Doerfchen kann man bei guter Laufgeschwindigkeit in ca. 5 1/2 MInuten durchqueren. Aber um so lange zu brauche muss man wirklcih alle Strassen ablaufen. Alle 5 ๐Ÿ™‚
3 “supermaerkte” gibt es. Eher Wohnzimmer mit angeschlossenem Raeumchen, in dem sich Konserven, Deutsche “Sahne-Nuss”-Schokolade, Nudeln und Krimskrams stapeln. Vergammeltes Gemuese gibts auch. Woher das wohl kommt. Zweimal die Woche faerht ein Bus Richtugn NOrden ins 200 km entfernte Cochrane. Dort gibt es angeblich auch einen Bankautomaten. Angeblich….

Ich hab noch gute 10 000 chilenische Pesos. Ca. 12 Euro. Der Bus kostet 20. Damnit…. ๐Ÿ™‚
Morgen abend kommen aber wie gesagt Claudi und Orfi an. Hoffe auf die beiden, dass die mich bis zum naechsten Automaten durchfuettern koennen. Hab all mein Geld fuer Mate, Dulce de Leche und Brot ausgegeben. Verhungern tu ich wenigestens nicht. Zumindest nicht fuer die naechsten 1 1/2 Tage ๐Ÿ™‚

Hier im Hostel ist es wahnsinnig gechilt. Das ganze Dorf ist wahnsinnig gechillt. Auf den 5 Strassen, von denen ein geteert ist (aber nicht etwa die “Hauptstrasse” sondern ein 100 meter Abschnitt mitten drin) ist absolut nichts los. Ein paar klaeffende Hunde, ein paar Pferde. Ueber uns am Himmel kreisen die Kondore. Einen kleinen Holzverschlag gibt es, der als “Aussichtspunkt” durchgehen koennte. Das “Centro Telefonico” – das Telefonzentrum im WOhnsimmer des Nachbarn hat nur von 14-16 Uhr auf. Und auch nur, wenn sie die Tuer oeffnen. In der Metzgerei haengen zwei Knochen mit etwas Fleisch von einer Waescheleine. Die BLuttropfen am Boden zeigen, dass es relativ frisch ist. Die Fliegen sagen was anderes. “Hachfleisch? Nein das kann man damit nicht machen. Da ist nicht genug dran. Das ist nur fuer Suppe oder so… Richtiges Fleisch gibts erst naechste Woche wieder”

Genauso die “Supermaerkte”. An den “Schaufenstern” (Wohnzimmerfenstern) haengen Schilder “llegaron carpas” – “Es gibt wieder Zelte” oder aehnliche Schilder.

Ansich aber wahnsinnig relaxend. Man bekommt nichts mit und wird von niemandem erreicht. Zwei Autos habe ich heute gesehen und laut aufgeschriehen vor Erstaunung. 2 Satelitenschuesseln gibt es fuers oertliche Internet, das im 40 Sekundentakt zusammenrbicht. Nur nachts (jetzt gerade ist es 3:34 uhr) laeuft es einigermasen fluessig.
Morgen verlassen 90% der Hostelbewohner Villa OHiggins mit dem 10 Uhr Bus nach Norden. Ziel: Cochrane.
Darunter Schweden, Schotten, Schweizer, Deutsche, Australier, Belgier, Franzosen. Teilweise zu fuss, viele mit dem Rad.

Ein schottisches Paerchen. in 9 Monaten wollen sie bis nach Quito/Ecuador. Die Frau ist schon mit dem Rad durch die Mongolische Wueste getrekkt.

Zwei Deutsche (ehemalige Karlsruhe Studenten). Mit dem Rad Richtung Norden unterwegs. Zwischendurch im Aconcagua Nationalpark bei einer Eiskernbohrung teilnehmen.

Zwei Australische Geschwister. Seit 2 Monaten hier unterwegs Richtung Sueden. Auch mit dem Rad. Bis nach Ushuaia gehts, danach nach Buenos Aires und dann zurueck nach Melbourne.
Als ich ihnen erzaehlt habe, dass ich in Bayswater gearbeitet habe haben sie nur gelacht. Da? “In the Sticks?”

Nebenbei erfaehrt man dann, nachdem man Stefan wieder zufaellig auf der Strasse trifft, dass der Deutsche, den man gerade auf der Faehre getroffen hat mit Timo, einem Karlsruhe Wiwi-kollegen, zum Bund gegangen ist, ein Schwede, den ich in Calafate kennengelernt habe, mit der haelfte der Leute schon 3 Tage unterwegs war und nebenbei noch den Franzosen kennt, den ich beim Zelten am See getroffen habe.

Ganz schoen viel los am Ende der Welt….

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**AKTUALISIERT** – Parque Nacional de los Glaciares

January 25, 2010

Hallo ihr lieben,

ein kurzes Lebenszeichen von mir. Ich bin gerade in El Chalten im noerdlichen Teil des Nationalparks Los Glaciares, wo Cerro Torre und FItz Roy ihr zuhause haben.
DIe Tage davor habe ich im suedlichen Teil verbracht um den Gletscher Perito Moreno anzuschauen. ZIemlich unspektakulaer wenn man aus dem Torres del Paine kommt (Just another Glaciar – einer von vielen ๐Ÿ˜€ ). ALlerdings trotzmdem sehr schoen. Danach gings “per Daumen” nach Chalten wo ich jetzt seit 3 Tagen bin. Geburtstag war ziemlich veregnet und kalt. Gestern war supersupersupergeiles Tshirtwetter mit Sonne bis zum umfallen. Habe morgens in einer Baeckerei Stefan getroffen, einen Karlsruher WiWi, der mit mit in Buenos Aires studiert hat ๐Ÿ˜€
Hab dann umdisponiert und wir sind bis hoch zum Cerro Torre und zum Fitz Roy gelaufen. Zwischendurch im Gletschersee gebadet (Laguna de la Madre – AAAAAAARSCH Kalt ๐Ÿ˜€ ).
Heute regnet es wieder aus Eimern.

Chalten ist ziemlich mikrig. 500 Leute leben hier und zusaetlzlich nochmal geschaetzte 500 Touris. Einen Geldautomaten gibt es (seit kurzem), Internet extrem langsam und alles Essen und Verpfleungsmaessige ist sehr teuer.
Werde wohl noch ein paar Tage hier bleiben, obwohl ich das schoenste schon gestern gesehen habe, bei perfektem Wetter ๐Ÿ™‚
Am Samstag kommen Claudi und Orfi, das deutsche Paerchen das ich im Torres del Paine kennen gelernt habe. Superwitzig die beiden. Haben mich gefragt, ob ich ein Stueckchen mit ihnen reisen will und da ich in den letzten Tagen ein kleines “Stimmungsloch” hatte, werde ich wohl hier so lange auf sie warten um dann mit ihnen 2-3 Tage nach norden zu reisen nach Villa OยดHiggins, von wo die Carretera Austral startet. Eine Strasse, die den Sueden Chiles zugaenglich macht und von Pinochet erbaut wurde, allerdings erst 2000 fertig gestellt ist. Ganz fertig ist sie noch nicht, es gibt immernoch einige Luecken, die man mit Boot/Flugzeug ueberbruecken muss.

Handyempfang gibt es hier unten auch nicht und die naechsten Tage werden wohl auch ohne Internet ueberleben muessen. Villa Ohiggins ist eine der abgelegensten Ecken ganz Chiles, wobei seit kurzem eine Faehre auf Umwegen dort hin faehrt (die ich nehmen werde… ๐Ÿ™‚ ).

So… genug konfuses WIrrwarr gelabert.
(geile) Fotos kommen in der Zivilisation

Bis die Tage
Ben

****

So Zivilisation kann man das hier nicht gerade nenn wo ich bin. Villa OยดHiggins hab ich nach 3 Tagen Transfer mit Boot/Fuss/Boot erreicht. Absolut ab vom Schuss ๐Ÿ˜€

Versuch mal ein paar Bilder vom Paruq Nacional los Glaciares online zustellen, wenn das Internet nicht zusammen bricht (diesen Satz habe ich heute schon so oft geschrieben….)

Here we go….:

Parque Nacional los Glaciares
Glaciar Perito Moreno – der wohl beruehmteste und touri-umlaufenste Gletscher in Argentinien. Nach dem Torres del Paine wie gesagt, fast schon langweilig ๐Ÿ™‚ Was hier besonders ist: Er ist stabil Jeden Tag waechst/schrumpft er um ca. 2 Meter bleibt in sich aber stabil und konstant von der Groesse. Hier zu sehen: die Nordseite

Parque Nacional los Glaciares
Touri-Plattform ๐Ÿ™‚

Parque Nacional los Glaciares

Parque Nacional los Glaciares
Suedseite

Parque Nacional los Glaciares
An seiner hoechsten Stelle ist der Gletscher 60 meter hoch. Aber nicht nur hoch sondern auch tief. ALso 120 Meter Eisschicht.

Parque Nacional los Glaciares
Eiiiiis bis zum Abwinken ๐Ÿ™‚

Parque Nacional los Glaciares
Vom suedlichen Teil des Gletscher-Nationalparks (der riiiesig ist) gings nach ein paar Tagen chillen in Calafate, einem absolut Touri-ueberlaufenen Stadtchen (seit neustem haben sie ein Casino ๐Ÿ˜€ ) nach Chalten, dem noerdlichen Zugangspunkt zum Gletscher Nationalpark und gleichzeitig ein Kletter-Mekka – dem AUsgangspunkt zum Cerro Torre, einem der schwesten Gipfel der Welt. Technisch gesehen ist der Gipfel wohl “nicht allzu schwer”, was die Schwierigkeit hier ausmacht ist das Wetter. Von 7 Tagen in denen ich da war hatte ich einen ohne Regen. Die Winde sind der Wahnsinn, so dass man auf der Strasse um 2 meter nach links/rechts/sonstwaerts versetzt wird. Und das ist im Doerfchen hinter der Bergkette. Die volle Schlagseite kommt vom Campo de Hielo auf der West Seite. Von dort fegen die Eiswinde nur so auf das Gebirgsmassiv ein. Grundsaetzlich werden die WOlken am Fitz Roy (dem groessten Berg der Region mit 3000+ Metern) geteilt. Ein Teil nach Sueden zum Cerro Torre, der andere Teil darum herum nach Osten Richtung Chalten. Das Glueck, den Cerro Torre daher ohne Wolken zu sehen, hat man etwa einmal im Monat. Am Tag meiner Ankunft – sozusagen als verspaetetes Geburstagsgeschenk – war das Wetter perfekt. Sommerliche 15 Grad, fast keine Wolken am Himmel. Wie schon geschrieben, hab ich Stefan in einer Baeckerei getroffen und er hat mich ueberedet zum Cerro Torre aufzusteigen. Eine gute Idee. Hatten perfekte Sicht ๐Ÿ™‚

Parque Nacional los Glaciares
“Und das an meinem Geburtstag” ๐Ÿ˜€ Jetzt ein YES-Toertchen ๐Ÿ˜‰ – Trampen ins 250 km entfernte Chalten

Parque Nacional los Glaciares

Parque Nacional los Glaciares
Tags darauf. Auf zum Cerro Torre – natuerlich mit Mate ๐Ÿ™‚

Parque Nacional los Glaciares
Ist doch ein huebsches Doerfchen bei Sonnenschein ๐Ÿ™‚ Mit guter Aussicht. Die Gipfel hatte man am Vortag nicht mal erahnen koennen.

Parque Nacional los Glaciares
Im Hintergrund der Cerro Torre und rechts im Bild der Fitz Roy

Parque Nacional los Glaciares
Einmal koellnisch Wasser schluerfen ๐Ÿ™‚

Parque Nacional los Glaciares
Der sagenumwobene….

Parque Nacional los Glaciares
als “unmoeglich”-erklaerte…

Parque Nacional los Glaciares
Cerro Torre

Parque Nacional los Glaciares
Angeblich braucht man wohl mindestens 3 Tage gutes Wetter zur Besteigung. Das Wetter das wir hatten wurde als “ok” eingeschaetzt. Normalerweise hat man 3 Tage pro Monat. Aber nicht zusammenhaengend….
Im Basis-camp an der Lagune verbringen die Bergsteiger teilweise Wochen…wartend….
Die Woche vorher ist wohl ein Bergsteiger toedlcih verunglueckt. Wollte nicht mehr laenger warten.

Die Erstebesteiogung ist auch eine Legende. Zwei Bergsteiger sind wohl 1959 aufgestiegen. Einer von Ihnen hiess Maestri, der andere Egger. Auf dem Rueckweg wurde Egger von einer Lawine verschuettet. Mit der Kamera auf der die Gipfel – und damit die Beweisfotos waren. Durch diverse widerspruechliche Aussagen Maestris wollte ihm niemand so richtig glauben, dass sie den Gipfel wirklcih erreicht hatten. 1970 hat er es erneut veruscht. Mit neuem Team. und einem 200 kg schweren Kompressor, mit dem er icherungsbolzen in den Granit gebohrt hat. Trotzdem hat er es nicht geschafft. Den Gipfel hat er darauf hin als “unmoeglich” erklaert. Der Kompressor befindet sich immernoch auf halbem Weg ๐Ÿ™‚
1974 wurde der Gipfel dann das erste mal oeffenltich anerkannt bestiegen.

Parque Nacional los Glaciares
Die Traverse zum Fitz Roy Massiv. 2 Stunden Fussweg vorbei an tollen Waeldern, Wiesen, rot-koepfigen-Spechten, Gebirgsbaechen und -seen.

Parque Nacional los Glaciares

Parque Nacional los Glaciares
Vom Campamento Poincenot geht es einen seeehr steilen 1-stuendigen-Anstieg zur Laguna Torre, direkt am Fusse des Fitz Roy gelegen, nach oben. Sonnenuntergang….

Parque Nacional los Glaciares
Auf dem Rueckweg nach Chalten…. Die Wolken kamen innerhalb weniger Minuten. Mit wahnsinns Geschwindigkeiten.
25 km sind wir gelaufen an dem Tag. Normal ein 3 Tages Trip. Bei gutem Wetter muss das auch in einem gehen ๐Ÿ™‚ Von 11 bis 22:00 Uhr.
Danach erstmal ne Flasche Bier auf dem Weg zur naechstgelegenen Pizzaria geleert und dort eine typisch argentinische Pizza (viiiiel Kaeeesseee) gefuttert.

Parque Nacional los Glaciares
Mein Campingplatz auf dem ich in der Nacht noch mein Zelt aufgeschlagen habe…

Parque Nacional los Glaciares
Puh… gerade nochmal Glueck gehabt. Den Pferde-Scheisshaufen hab ich Nachts nicht mehr gesehen…. Den unterhalb des Zeltes auch nicht mehr…. Mein Zelt stinkt immernoch nach Pferdemist….

Parque Nacional los Glaciares
Nach 2 Tagen Regen-Absitzen bin ich dann nochmal in die Berge aufgestiegen. Hatte ja schon eigentlich alles gesehen. Einen Gletscher gabs noch zu sehen. Und ich wollte den Park durchqueren und nach NOrden zum Lago del Desierto trampen (um somit den 80 Pesos-Bus zu umgehen)

Parque Nacional los Glaciares
Nahe dem Fitz Roy… schon wieder ๐Ÿ™‚

Parque Nacional los Glaciares
Diesmal mit schlechterem Wetter

Parque Nacional los Glaciares
Der angrenzende Gletscher Piedras Buenas

Parque Nacional los Glaciares
und der Campingplatz Poincenot am Fusse des Fitz Roy. Hier sind so viele Israelis unterwegs (habe ich glaube ich schonmal erwaehnt ๐Ÿ™‚ ), dass die Schilder auch in hebraeisch geschrieben sind ๐Ÿ™‚

Parque Nacional los Glaciares
Menue รก la Fitz Roy. Nudeln mit Tunfisch, Tomatensosse, Erbsen und einem Hauch von Chili. Dazu Brot mit Dulce de Leche als Vorspeise und einem feinen Knorr-Champinion-Sueppchen zum Nachtisch.

Parque Nacional los Glaciares
Morgengrauen um 5:30. Hab getraeumt, den Fitz Roy rot zu sehen und bin um 5:30 aufgewacht und promt aufgestanden. Satz mit x…..war wohl nix.

Parque Nacional los Glaciares
Der Gletscher beim Passieren nochmal von Nahem. War eine ganz schoene Kraelei dort hoch zu kommen. 20 MInuten ueber 2-8m grosse glitschige Steinfelsen springen/hangelnd/laufen.

Parque Nacional los Glaciares
Nach derm Verlassen des Nationalparks…. Wildpferde.
Hab die Nacht campend bei einem Refugio verbracht. Das Refugio wird fuer mehrere Monate von einem agentinischen Paerchen verwaltet. 5 Monate sitzen sie dort “fest”. Nach Chalten sind es gute 2 1/2 Stunden Fussmarsch. Ausser zum Nahrungsmittelkauf duerfen sie aber das Refugion nicht verlassen. Das erste Jahr machen sie das… udn das letzte ๐Ÿ™‚ 3 Monate haben sie noch vor sich. Alle zwei Tage gibt die Wasserleitung vom angrenzenden Gletscherbach den Geist auf und einer der beiden muss ins Eiswasser tauchen. Sie hatten jetzt schon die Nase voll. ๐Ÿ™‚

Parque Nacional los Glaciares
Nach haeftigem Regenfall nach dem Abstieg hab ich in dieser Estancia Unterschlupf gesucht. Oder besser unter den angrenzenden Baeumen. Zeltend. Trocknen durfte ic meine Sachen drinnen nicht. Ist verboten.

Parque Nacional los Glaciares
Auf dem Weg Richtung Chile…. kurz bevor mich ein Paerchen aus Cordoba bis zum 25 km entfernten Grenzsee mitgenommen haben.

Parque Nacional los Glaciares
Lago del Desierto. Hier habe ich versucht den See zu umlaufen. Zwecklos. Die Bruecke zum Pfad auf der oestlichen Seite ist zerstoert und auf der westlichen Seite bin ich nach einer Stunde mit 30 kg Rucksack durchs Gebuesch schlagend umgekehrt. Einen der 22 km hatte ich vll gerade so geschafft.
Da musste der Geldbeutel dann doch bluten 80 Pesos fuer 40 Minuten Fahrt. Scheiss Monopoly…. Gehen Sie nicht ueber Los, ziehen Sie keien 4000 Mark ein….

Parque Nacional los Glaciares
Dafuer schoene Aussicht.

Parque Nacional los Glaciares
Auf der anderen Seite habe ich ein belgischen Paerchen und einen Franzosen kennengelernt. Das Feuer war schon angeheizt ๐Ÿ™‚

Parque Nacional los Glaciares

Parque Nacional los Glaciares
Ein letzter Blick auf die Rueckseite des Fitz Roy und dann ab in den Wald. 4 1/2 Stunden Laufen mit Gepaeck vor mir….

Noch schnell im nebenanstehenden argentinischen Grenzhaeuschen aus Argentinien “ausgecheckt” und dann nach leckerem Kochen frierend schlafen gelegt. Am naechsten Morgen gings frueh los, um die 22 km Fusweg durch verschlammten Wald in Richtung Lago OยดHiggins zurueckzulegen. Von dort Faehrt alle 2-3 Tage (manchmal auch 4-5 :D) eine Faehre fuer ueberteuerte 80 Dollar (!) ueber den See nach Villa Ohiggins, einem der abgelegensten Orte Patagoniens. (Wo ich mich gerade befinde ๐Ÿ˜€ )

Je nachdem wo man fragt, faehrt die Faehre um 13, 14, zwischen 14 und 15 oder 17 Uhr ab. Im Endeffekt war es 17:30. ๐Ÿ˜‰

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Puerto Natales – El Calafate

January 21, 2010

Heute mittag gings nach einem Tag Chillen, Erholen und stundenlangem Blogschreiben in Puerto Natales auf nach Calafate. Per Daumen versteht sich. Genug Bus gefahren in den letzten Tagen.

Nachdem ich erfolgreich Julias Gebutstag vergessen habe und es noch nicht mal gemerkt hab, hab ich mich erst mal den halbten Tag zu Tode geschaemt und bin dannrichtung Calafate aufgebrochen. Wieder zurueck nach Argentinien. Zwei Stempel mehr im Pass. Stempelt sie zu den schon vorhandenen 8 ๐Ÿ™‚

Die Mutter der Hostelbesitzerin hat mir den Weg ueber Cerro Castillo empfohlen. Dort biegen die Reisebuss nach Westen in den Torres-Park ab und nach Osten geht es ueber die Grenze nach Argentinien.
Nun ja,…. die INformation war mittelopti.
Nach einer halben Stunde Warten hat mich ein Bagger-Mechaniker mit ins 40 km entfernte Castillo genommen. Im gelben Jeep. Voellig abgeranzt aber geil ๐Ÿ™‚ In Punta Arenas geboren und lebend in Puerto Natales ist der noe5rdlichste Ort, an dem er jemals war Puerto Montt in Chile. Das ist etwa verhaeltnismaessig so, als wuerde man in BadenBaden geboren worden sein, in Karlsruhe leben und die weitest entfernte besuchte Stadt Stuttgart sein. Trotzem ein super netter witziger Kerl. Dafuer braucht es keine groessen Reisen und Erfahrungen….

Angekommen in Cerro Castillo, einem “Dorf”, bestehend aus 6 Haeusern und einer Grenzstation, hab ich mir dann ernsthaft Sorgen ueber die Qualitaet der Aussage der guten Hosteldame gemacht ๐Ÿ˜€ Hab mit meinem Choffeur ausgemacht, dass er nochmal nach mit schaut, wenn er mit seinen Reparaturen fertig ist. Hab dann erst mal aus Chile “ausgecheckt” – Babamm…. 9ter Stempel ๐Ÿ™‚ und gewartet. Gute 4 Minuten. Hat gereicht um ne Tuete Nuesse aufzumachen. Ein italienisches Paerchen, dass ich um MItnahme angebettelt habe, hat mich mit nach Calafate genommen. Die beiden waren mit gemietetem Auto im Park unterwegs und sind zuruecknach Calafate gefahren. Beide sehr nett uns witzig. Arbeiten fuer die Deutsche Bank in Milan ๐Ÿ™‚

Nach guten 6 Stunden Reisezeit insgesamt war bin ich dann also 300 km weiter in Calafate wo ich hier grad auf nem schicken Campingplatz im Zentrum sitze und morgen gehts zum Geltscher ๐Ÿ™‚

Kleine Grenzpostenannekdote:

Der chilenische Grenzposten war schon geil. Eine kleine Schranke, die per Hand auf und zu gemcaht werden muss. Der Grenzbeamte im Haeuschen hat sich mit Filmschauen beschaeftigt, wenn mal gerade kein Kunde da war. Da hab ich schon geschmunzelt. Trotzem sind die Chilenen den Deutschen aehnlicher. Alles strikter, Zack Bum, Stempel, fertig.

Am argentinischen Grenzposten 5 km weiter geht das noch anders zu. Hinterm Schreibtisch steht eine Tischtennisplatte und zwei Grenzbeamte spielen Fifa mit ner Dreamkast. Zwei junge Hunde tollen sich im Vorraum und der eine pinkelt mir vor die Fuesse. Der Beamte steht waernd der langen Prozedur des Stempelns zwei mal auf. EInmal um sich mehr Wasser fuer den Mate zu holen (der danach mit den “Kunden” geteilt wird ๐Ÿ˜€ ) und einmal um ans Telefon zu gehen um mit irgendeinem Maedel zu reden (Das Ganze waehrend sich die andern Beamten im Raum den Arsch ablachen und ihn dann vom Telefon wegzerren muessen… ๐Ÿ™‚ )
Einfach nur herrlich… Bienvenidos a Argentina ๐Ÿ™‚