Archive for March 2nd, 2010

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Tipo chaos….

March 2, 2010

alles sehr verpeilt gerade. In den letzten Tagen habe ich ca. 25 mal Plaene geaendert. So ca. nach jedem Schritt 😀

Aber von Vorne: (Stellt euch auf ein paar verwirrende Zeilen ein 😀 )

Erstmal noch eine kleine Anekdote: Am Tag des Erdbebens (glaube letzter Freitag) hatte ich mit Monica (Amerikanerin) und Jan Peter (Hollaender) aus meinem absolut genialen (!!) Hostel in Bariloche einen Roadtrip gemacht. Eigentlich sollten wir zu viert sein, aber Andy (Ein Englaender mit dem ich vorher die Nahuel Huapi Traverse (Mehr dazu spaeter) getrekt bin) ist nicht aufgekreuzt, weil er (wie ich spaeter erfahren hab) vom “Rock Chicken”-Hamburger den ich mit ihm am Abend zuvor, nachdem wir Avatar im Kino gesehen haben (Englisch mit spanischen Untertiteln – aber 2D), verspeisst hab, die Kotzerei bekommen hat und nicht kommen konnte. *Lufthohl*
Anyway…Bariloche liegt im so genannten Lake District – dem Seengebiet Argentiniens. Noerdlich davon schmiegt sich ein See an den naechsten. Eine sehr bekannte Route ist die “Ruta de los siete lagos”, die Rute der 7 Seen 😀
Wir hatten uns ein Auto geliehen (Eigentlich einen VW GOL, aber wir wurden zu einem VW Polo aufgewertet… yay! 😀 Der Trip landschaftlich war eine ziemliche Enttaeuschung. Die Seen sind zwar ganz nett, aber wenn man den Ausblick des Hostels auf den Nahuel Huapi-See gesehen hat und in den angrenzenden Bergen trekken war, ist das nichts was einem vom Hocker reisst. Zusaetlich ist 60% der Strasse Dirtroad, man sieht also vor Staub sowieso nichts. Alle 10 km kommt dann mal ein Mirador, an dem man anhalten udn Fotos machen kann. Yay….
Trotzdem hatten wir einen Heidenspass. Wir sind bis nach San Martin de los Andes gefahren um dort in einem traditionellen Teehaus in den Bergen oberhalb des Ortes Cafe zu trinken (der Tee war zu teuer 😀 )
Danach gings Schokolade und Eis essen in Sanmartin. Die Gegend dort ist beruehmt fuer ihre gute (schweizer) Schokolade. Sie ist wirklich ganz lecker 🙂

Auf dem Rueckweg haben JP und ich Monica noch das Manual-fahren beigebracht. Remember: Amis koennen nur Automatik 😀
Die Schotterstrasse hat sich ganz gut dazu geeignet und sie hat sich echt gut geschlagen. Nebenbei haben wir aber voellig die Zeit vergessen. Um 20:30 mussten wir das Auto zurueckbringen, oder am naechsten Tag um 9. Allerdings hatten wir einen Tagesausflug zum “TRONADOR” (mehr dazu spaeter 😀 ) geplant und der einzige Bus dort hin fuhr um 8 uhr morgens. Also Fahrerwechsel von Monica zu JP und drauf mit dem Fuss aufs Gaspedal. Mit 80 durch den Wald und ueber den Schotter. Das macht Spass. Wenn allerdings in einem kleinen Kaff ein Autofahrer auf der eigenen Fahrbahn entgegen kommt, weil er die Kurve schneidet ist das nicht sooo spassig. Aus den 80, die schon 50 waren wurden ganz schnell 0. Und ein ekeliges Geraeusch.
Diagnose: unser schoener Polo demoliert an Stossstange, rechtem Kotfluegel und rechtem Licht. Der andere (ein FIAT Uno) mit zwei eingedellten Tueren auf der rechten Seite.
Es war ganz klar nicht unsere Schuld, da er ohne klare Sicht die Kurve geschnitten hat und auf usnerer Fahrbahn war. Trotzdem hat er sich ziemlich aufgeregt. Netterweise hat er angeboten keine Anzeige zu erstatten, wenn wir ihm sofort die beiden Tueren bezahlen wuerden…. aaaahja 😀
Gut, dass die Polizeistation 10 m Luftlinie von der Kreuzung entfernt war 😀
Anzeige gemacht, Personalien aufgenommen. Mehr wird da nicht gemacht. Keine Zeugenaussage oder aehnliches….wozu auch.
Zum Glueck hab ich Fotos gemacht, denn der Fahrer hat nun im Nachhinein erst behauptet, dass dort ein Kreisverkehr gewesen waere (was totaler Quatsch ist) und nun, dass wir ein Stopschild ueberfahren haetten….auch Bloedsinn.
Langer Rede kurzer Sinn: In argentinischen Mietvertraegen gibt es eine nervige Klausel die besagt, dass jeder Scahden (am eigenen) Auto unter 2400 Pesos von den Mietern uebernommen werden muss. Nunja. Unser Schaden liegt bei 2100 Pesos….
Der Versicherungsprozess laeuft und eventuell bekommen wir das Geld sogar zurueck. Wenn die Leute in dem Dorf nicht schnell ein Stopschild aufstellen 😉

Im Endeffekt kamen wir also viel zu spaet mit demoliertem Auto in Bariloche an. Genau richtig zur “Winetasting-Party” im Hostel. Ein tolles Konzept. Jeder kauft eine Flasche Wein und bereitet Fingerfood vor. Danach wird “getastet” bis alle Flaschen leer sind. Nun wisst ihr auch warum ich das Erdbeben nicht mitbekommen hab. Ich hab nach ausgiebigem (!) Testen geschlafen wie ein Stein.

Nach der kurzen Nacht (1 1/2 Stunden Schlaf) haben wir das Auto fuer noch einen Tag ausgeliehen (was wir von anfang an haetten machen sollen) und sind in einen nationalpark suedlich von Bariloche gefahren. Zum groessten Berg des Lake-Districts, dem Tronador. Ein 3500 hoher Riesenoschi, der seinen Namen den regelmaessig mit Getoese abfallenden Gletscherstuecken zu verdanken hat.
Ein wahnsinnig schoener Ausblick nach dem anderen…. einer der schoensten Punkte die ich bis jetzt in Argentinien gesehen hab. Und realtiv unpopulaer. Ausser 3 Touribussen waren wir allein und den 3 Stunden-Aufstieg zu einem Mirador hatte sich keiner von denen gewagt. (Wir haben uns beim Abstieg jedoch auch etwas vertan und sind in einen kleinen Steinabhang “reingerutscht”)

Am naechsten Tag hab ich mich aus Bariloche verabschiedet und wollte eigentlich richtung Mendoza trampen. Nach 1 Stunde in der bruetenden Hitze hatte ich aber keine Lust mehr und hab einen bus nach Neuquen genommen. Neuquen ist nett ausgedrueckt ein absolutes “Kaff” Das hab ich aber erst gemerkt als ich dort war. Anstatt ein Taxi ins Zentrum und ein 110 Pesos Hotel zu nehmen, hab ich nach 20 Minuten Aufenthalt den naechsten Bus nach San Rafael genommen, ein kleines Staedtchen suedlich von Mendoza.
Nachdem ich dort morgens um 5 angekommen bin und mich erst mal noch 2 Stunden schlafend “ins” Terminal gelegt habe, hab ich in ein Hostel eingecheckt und den Tag dort verbracht. Nette Argentinier kennengelernt. Ausser 2 Franzosen gabs dort auch nichts anderes. Mal ganz was neues 🙂
Heute morgen dann nach General Alvear (auf dem Weg nach BsAs) getrampt und vor 2 Stunden von hier ein Busticket nach BsAs gekauft. Nach 3 Stunden warten an der Strasse hatte ich auch hier keine Lust mehr. Ab morgen hab ich mein Zimmer in Buenos Aires und die Vormieterin, eine Freundin aus den USA fliegt morgen zurueck in die Heimat und ich wollte mich onch von ihr verabschieden. Da das Trampen nicht geklappt hat (hier gab es einen Benzin-Engpass und kein LKW ist gefahren), gehts jetzt also in 1 1/2 stunden mit dem Bus nach Bsas wo ich morgen um 8 ankomme. Uff… Busfahren ist echt aetzend und am liebsten haette ich es umgangen. Man ist die ganze Zeit im Halbschlaf, bekommt nichts von der Gegend mit und starrt zombi-artig auf einen der 4 Bidlschimr, die 25 (schlechte) Spielfilme oder (noch schlechtere) argentinischen Musikvideos (Wie Jordan, ein Ami aus dem Hostel so passend ausgedrueckt hat: “There was a dude singing about “corazon”…all the time”) zeigen 😀

Ohje ich bin verwirrt 🙂
Ich werd jetzt schluss machen und noch etwas die Abendsonne geniessen. Morgen, wenn ich keinem Grossstadt-Schock erlitten bin, meine Fuesse wieder Hautfarben statt blau-rot-braun-grau (FlipFlops haben auch Nachteile, vor allem bei Dreck und starker Sonne 🙂 ),mein Tshirt wieder weiss statt braun-grau (weiss Tshirts auch…) ist, und ich nach 2 Monaten mein geliebtes Macbook hoffentlich unversehrt in den Haenden halte, gibts ein paar Bilder oder aehnliches 🙂

Adieu

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