Archive for December, 2009

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Internationale Weihnachten und Packmaraton

December 26, 2009

Hooohooohoooo oder JooooJooooJoooo wie die Argentinier sagen würden 😀

Fröhliche Weihnachten euch allen!!
Hoffe, das schneeweise Wetter in Deutschland hat mehr zur Weihnachtsstimmung beigetragen 🙂
Ich hab Weihnachten sehr multikulti verbracht gestern. Ein Mix aus Deutschland, Schweden, Neuseeland, Israel, Spanien, Frankreich, Kolumbien und Brasilien. Von allem war was dabei 🙂 Kein Familienersatz, aber trotzdem nett 🙂
Gab zwei “Roast Chicken” a la Kiwi mit mächtig viel Kartoffeln, Nachtisch und Wein.
Weihnachten ist hier nicht ganz so “gemütlich” wie zu Hause. Um 12 Uhr Nachts fliegen die Sekkorken und überall wird Feuerwerk verschossen. Wir sind auf die Dachterasse um das ganze zu bestauen. Schon geil, wenn aus allen Ecken und Kanten Raketen zwischen den Gebäuden auftauchen.

Eigentlich wollte ich ja heute Buenos Aires schon verlassen, hab es aber nicht geschafft. Bin erst um 7 im Bett gewesen und dementsprechend verschlafen 🙂
Zusätzlich war die Stadt wie ausgestorben. Kaum eine Menschenseele auf der Straße, Busse fuhren kaum, die Subte (Ubahn) lies 20 Minuten anstatt der üblichen 3 auf sich warten. Aber gut. Hab den Tag mit Packen, Mate trinken am See, Left-overs essen und chillen verbracht. Fröhliche Weihnachten 🙂

Hier ein paar Bilder, die ich mit meinem Weihnachtsgeschenk gemacht habe 🙂

Ansonsten bin ich grad ziemlich hippelig. Sachen Sind alle gepackt. Hab meinen 45L Tourenrucksack mit allem möglichen Scheiss (Bücher, Dokumente, Klamotten) voll gemacht und bei einer Freundin hier untergestellt. Sitze grad an Johannes Rechner. Mein geliebter Mac ist auch eingemottet. :/ Mein täglicher Wegbegleiter seit fast einem Jahr. In knapp einem Monat haben wir einjähriges. Verrückt wie die Zeit vergeht 😀
Anyway… nach dem ersten Wiegen hatte mein Reiserucksack gute 26 Kg. Gleich nochmal umgepackt und so viel wie möglich noch in den anderen Rucksack rein. Hab Gewicht gespart wo es nur ging. Sogar meine Softshell Jacke und meinen Gürtel habe ich eingemottet 😀 An sich ist fast nur das nötigste drin, aber es summiert sich eben alles.

Mein Hab und Gut für die nächsten 2 Monate:

5 Tshirts
lange Hose
kurze Hose
Badehose
2 Funktionsshirts
dünnes Fließ
dickes Fließ
Regen/Windjacke
Fließhose
Tourenhose
Regenhose
Wanderschuhe (die allein schon den halben Rucksack füllen 😀 )
Kochset inkl Kocher
Trinkbeutel
Handschuhe
Fließdecke
Zelt
Isomatte
Klettergurt
Kletterschuhe
Kamera(s)
Kabelzeugs und Ladegeräte
Taschenbücher + Andenken
Straßenkarte Patagonien + Feuerland (das beste was ich finden konnte 😉 )
Utensilien (Kompass, Taschenmesser, Stirnlampe etc…)
Powderparty-Cap (das Wichtigste 😀 )
Matebecher + Thermo
FlipFlops (die Unterschriften wurden teilweise von meinen Füßen absorbiert 😀 )

Dazukommt noch Essen und Trinken für den Weg…. und wenn er sich keinen Bruch geholt hat, lebt er noch heute 😀

Mal sehen ob ich es morgen schaff loszukommen. Ne Freundin meinte heute schon: “Also wir sehn uns dann morgen 😉 ”
Hab schon ein komisches Gefühl im Magen. Bin einfach viel zu gechillt gerade und fühle mich nicht so, als wäre heute meine letzte Nacht hier in der WG, die letzte Nacht (zumidnest vorläufig) in Buenos Aires oder als würde ich morgen für die nächsten Monate aus dem Rucksack und im Zelt lebend durchs Land touren. Wenn ich wiederk omme wird alles anders sein. Die meisten Austauschstudenten sind wieder in der Heimat, neue Wohnung, neue Leute. Anders. Nicht unbedingt schlechter.

Bin schon aufgeregt, weil ich nicht weiss wie es mir gefallen wird, alleine zu reisen und wie das mit dem Trampen klappt. Ist sicher eine tolle Erfahrung, auch wenn man alleine vielleicht nicht immer so viel Spaß hat. Ich denke aber man lernt leichter Leute kennen, auch wenn man sich zwingen muss auf andere zu zugehen. Durchhalte und optimistisch denken heisst die Devise

Meine Stimmung schwankt grade ziemlich. Im einen Augenblick bin ich total heiss drauf, endlich loszulegen, im nächsten Moment würde ich mich am liebsten hier bleiben. Hier, wo es Freunde gibt. Hier, wo ich mich auskenne. Dann ärger ich mich über mich selbst. Angst davor, Ungewohntes zu erkunden, Neues kennen zu lernen? Bullshit! Wäre es so, wäre ich ja gar nicht hier.
Los! Auf gehts! Patagonien! Anden! Argentinien! Südamerika!!!
Tolle Touren, tolle Landschaften, neue Menschen, neue Freunde, neue Eindrücke, neue Erfahrungen. Über die Welt und mich selbst.

Wann fährt der nächste Bus?

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Som… ääh Weihnachtsstimmung

December 18, 2009

Während in Europa die Politiker beim Klimagipfel und das Wetter auf der Straße wütet, die Sonne kaum mehr richtig aufgeht und die Handschuhe nur ausgezogen werden um die Hände am Glühwein zu wärmen wirds hier so langsam sommerlich 🙂

Schon erwähnte Schwankungen bleiben noch nicht aus, werden aber immer erträglicher. Gestern abend um 22:35 ahtte es noch gute 25 Grad und heute klettert das Termometer auf schwitzige 33 Grad.
Bei dem Wetter so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen ist schwer. Die Accessoires in den Straßen, sind schön anzusehen, helfen dabei nicht wirklich 🙂

Alles was ich bis jetzt gesehen habe, waren ein paar Lichterketten auf der Av de Mayo (Verbindungsstraße zwischen Casa Rosada (Regierungssitz) und Congreso (Parlament)), einige überdimensionierte Weihnachtsbäume aus Draht an ein paar wichtigen Plätzen der Stadt und bunt geschmückte Plastikbäume in Schaufenstern 🙂

Weihnachten!!! yay :)

Nebendran steht eine junge Dame und spielt in gewohnter Buenos-Aires-Tangomanier Weihnachstlieder auf der Geige 😀 Herrlich.

Diesen netten “grünen Deutschen” gabs in Puerto Madryn im Supermarkt. Die Krippe davor, sah zu 85% aus wie die von zu Hause 🙂 (Nur der schwarze der drei Könige hatte keine Bissspuren vom kleinen Flori 😀 )

In diesem Sinne. Ich geh mich jetzt sonnen in der Hängematte 🙂

Bevor ichs vergess. Heute letzte Klausur “geschrieben”
Mündliches Final. Heute nacht um 12 das Lernen angefangen, um 1 Uhr gemerkt: Facebook ≠ Lernen, um 1:45 eingeschlafen, um 8 in die Uni. 2,0. Kann man nicht immer Austauschstudent sein? 😀

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Fit für den Sommer…

December 16, 2009

Da die Temperaturen hier langsam steigen und steigen (die Betonung liegt auf laaangsam), hab ich beschlossen meinen Lange-Hosenbestand von wenige auf wenige-1 zu verringern und dafür meinen Kurzhosenbestand aufzustocken: Kurzehosen++ (ohje… nennt mich Info 😀 )

Teilweise auch aus dem Grund, dass ich mir die Hose gestern beim Radfahren bis zum Knie aufgerissen habe. Vorher warens nur die ersten 5 cm, das ging noch 🙂 Nebenbei hab ich mir noch das Tretlager meines Rades gebrochen, aber das ist eine andere Geschichte 🙂

Hasta luego
Das tapfere Schneiderlein.

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Neulich im Assessment Center….

December 16, 2009

….gab es wieder den ein oder anderen Brainteaser.
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Bitte runterscrollen 🙂
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Brainteaser?

Zur Erklärung:
Am Sonntag gabs Asado bei Juani, einem belgischen Freund aus der Uni.
Er hat im Supermarkt Kuh-Gehirn für 1,45 Pesos (ca. 30 Cent) gesehen und konnte für den Preis einfach nicht widerstehen 🙂

Da bekommt diese Facebook-Anzeige doch gleich eine völlig neue Bedeutung 🙂

Brainteaser

P.s.:
Schmeckt wie der “schlabbrige” Part vom Karpfen. Soo berauschend wie Hannibal hats mir aber nicht geschmeckt und schlauer fühl ich mich jetzt auch nicht. Vielleicht weils Kuh ist.

Hm… jetzt ein Grasbüschel, das wärs!

Bo

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Tagträumen….

December 11, 2009

Ort: Buenos Aires – Balkon
Ortszeit: 20:20
Wetterlage: Sommerabend
Gemütszutstand: Hmmm…. 😉

Absolute Unternehmungslust gerade.
Bin eigentlich am lernen, da ich morgen meine (fast) letzte Klausur habe, aber irgendwie schwirrt mein Kopf überall anders rum. Logistik steht morgen an, meine “schwerste” Prüfung. Eigentlich ists gar nicht so schwer, aber
der Lehrstuhl ist einfach die absolute Katastrophe. Verpönt und gehasst an der kompletten Uni. Geleitet von einem machtgeilen Prof, der einfach mal gar nichts kann außer schwätzen 🙂
Anyway… seit gestern Nachmittag bin ich etwas halbherzig am lernen. Ich brauche für eine Seite (4 Folien) gut und gern eine halbe Stunde, weil ich mich einfach nicht konzentrieren kann. Im Kopf bin ich in Patagonien, plane eine Rad/Motorrad-tour von Ushuaia (Süden Patagonien) bis Alaska, Kanutour durch Südamerika oder Besteigung des Aconcagua. Überlege wo ich hin will, wie ich dort hin will, wann, usw…. Dabei lese ich die Folie 25 mal durch und merke danach dass ich absolut keinen Schimmer habe, was drauf steht 🙂
Gestern abend bin ich gleich mal beim Lernen eingeschlafen und heute, nach 3 Stunden Segeln bei 30 Grad war ich auch nicht gerade fitter. Erst mal 2 Liter Eiscafee (bzw. Eisespresso) reingehaun und dann beim Lernen auf dem Balkon im gewöhnlichen Halbschlaf vor mich hingechillt. Schon schön so ein Austausch-Studentenleben 🙂
Eigentlich könnte ich heute nochmal lernen, wenn man bedenkt, dass morgen meine letzte Klausur bis kommenden Juli ist. 😉

Ich geh mal weiterträumen…

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Puerto Madryn und Península Valdés

December 8, 2009

Ort: Buenos Aires
Ortszeit: 13:44
Gemütszustand: gechillt… 😉

Hallo ihr lieben,

nach “langer” Zeit lass ich mal wieder was von mir hören. Nachdem in den letzten Wochen zwar viel passiert ist, ich aber nie Zeit hatte was zu schreiben hier mal ein kleiner Bericht über einen “Wochenendausflug” den ich mit ein paar Freunden vor 1-2 Wochen gemacht habe.
Das ganze wurde seeehr spontan geplant und umgesetzt 🙂
Wir hatten die Idee nach Puerto Madyn zu fahren, ein kleines Örtchen an der patagonischen Küste Argentiniens. Warum man dort hinfährt? Zwischen September und Dezember jeden Jahres ziehen dort abertausende Südkaper (besonders zu beachten die beiden letzten Sätze unter “Fortpflanzung” im Wiki-artikel 😀 ) ihre Jungen vor der Küste auf, bevor sie dann danach Richtung Süden schwimmen (Südnai und so… 🙂 )
Dieses “Naturschauspiel” zieht natürlich abertausende Touristen mit abertausenden Kameras an. Eigentlich eine Sache die ich mir vorgenommen hatte niemals zu tun. Walewatching. Die armen Viecher.
Da ich aber mal raus aus BAires wollte und es eine witzige Truppe war (David und Pablo aus Madrid und Johannes), haben wir uns Donnerstag Nachmittags entschieden am Abend dort hin zu reisen. Reisen deshalb, weil die Busfahrt einfach mal gute 20 Stunden dauert – einfach versteht sich 🙂
Für die Hinfahrt haben wir uns für die etwas billigere Variante “Semi-cama” entschieden. Groooßer Fehler. Kaum geschlafen, nachdem zwei dauerschreiende Kinder auf den Sitzen um uns herum saßen. Die Eltern haben tief und fest geschnarcht, der komplette Rest des Busses hätte die Kinder am liebsten am Straßenrand ausgesetzt 🙂

Nach der Ankunft Freitag Nachmittag in Puerto Madryn (was für ein Kaff 😉 ) haben wir uns im Hostel ein Auto gemietet. Einen VW Gol – nein, nicht GOLF sondern GOL. Entweder heisst der so, weil die Argentinier GOLF nicht aussprechen können oder VW wollte damit die Tatsache darstellen, dass das Auto einfach eine abgespeckte GOL Version ist. (und abgespeckt ist fast noch untertrieben 🙂 )

Samstag

Am Samstag morgen gings dann früh los Richtung Península Valdes, eine Halbinsel ca. 1 Stunde Fahrt von Puerto Madryn entfernt, von wo aus alle Waltouren starten und man Robben und Seelöwen beim nichtstun beobachten kann.
Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes
David und Pablo auf dem Weg nach Puerto Piramides. Im Hintergrund unser PIMP-GOL 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Die Flagge haben wir etwas auf Halbmast gesetzt, damit sie mit aufs Bild passt 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Von einem kleinen Ort namens Puerto Piramides startet man die Touren. Alle 15-20 Minuten verlässt ein Schiff den Strand und fährt für 2 Stunden raus in die Bucht. 150 Pesos kostet der Spaß. Bisschen mehr als 20 EUR.
Im Endeffekt wars aber doch ganz ok. Die Touren respektieren die Wale und verfolgen sie nicht. Man fährt raus und wartet. Wenn ein Wal in der Nähe ist, nährt man sich langsam an um zu sehen wie er reagiert. Wenn er wegschwimmt, lässt man ihn ziehen. Die meisten sind jedoch sehr nah ans Boot gekommen. Teilweise mit ihren Jungen im Schlepptau tauchen sie denn unter dem Boot durch, tauchen daneben auf, entleeren einmal ihre Nebenhöhlen auf die Bootsbesatzung oder springen ein bisschen durch die Gegend. Schon ein tolles Schauspiel 🙂
Wir waren schon relativ spät dran. Die Haupt”saison” ist eigentlich im Oktober. Trotzdem gab es einige Wale zu sehen.

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Pablito

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Viki und die Wikinger… (und ein starker Spanier 🙂 )

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Los capitanes 😉

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Nach 10 Minuten warten kamen die Wale dann auch. In Scharen 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Blöde Stange 🙂
Die Bilder sind deshalb teilweise verdeckt oder halb abgeschnitten, da es nicht so einfach war zwischen 35 Leuten eine Schneise zu finden 🙂 Das ganze läuft so ab, das an den “Außenseiten” des Bootes Bänke sind und in der MItte.
Wenn ein Wal auf der rechten Seite auftaucht, ducken sich die auf den rechten Bänken, die in der Mitte stehen auf und die von links stellen sich auf die Mittlere Bank. Kommt dann ein Wal auf der linken Seite oder taucht er von rechts nach links, versuchen alle so schnell wie möglich Position zu wechseln. Ducken, hinsetzen, aufstehen, drüberklettern, wobei das Boot fast kentert :). Witzig wirds, wenn er dann innerhalb von 2 MInuten 4 Mal die Seite wechselt. Da geht so manchem Renter schon die Puste aus und er schickt seine Enkel zum Fotos machen 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Einmal rollen und Bauch bräunen lassen

Puerto Madry & Peninsula Valdes
“MIRA MIRA MIRA, LA COLA! LA COLA! ALLA ESTA! LA COLA”… 😉

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Dieser kleine Frechdachs ist einfach mal 5 Minuten auf der Seite geschwommen und hat fröhlich mit der Flosse aufs Wasser geklatscht.

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Ballena y su cria (Wal und ihr Junges)

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Wir hatten eine Biologin mit an Bord, die ziemlich viel erzählt hat und wusste. Warum die Wale springen, wusste sie aber nicht.

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Da hat ein bisschen der Schwung gefehlt 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Der Wert der Kameras an Bord war glaube ich höher als der Wert des Bootes (und die Reling war aus echtem Silber 😉 )

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Alles in allem wie gesagt schon sehenswert. Ob mir das die Wale nun näher gebracht hat oder ich sie mehr verstehe wage ich zu bezweifeln…

Von Puerto Piramides gings dann in einem 400 km Roadtrip die Insel nach Norden. Straßen gibt es dort nicht. Bzw. gibt es schon, aber in Deutschland würde das nicht einmal als Feldweg durchgehen 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Unser Pimp-mobil hatte neben seinem fehlenden “F” auch noch Beschleunigungslöcher (siehe Video) in der Kofferraumgegend, dank derer wir auch im Innenraum gut vom Staub provitiert haben 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Nun ja…. Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es überall, aber grundsätzlich denkt sich jeder eine “*2” dahinter 😀

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Die große Salzwüste (Salina Grande – gibt auch noch ein paar Meter weiter die Salina Chica) in der Mitte der Insel. Die Wüste liegt bis zu 42m unterhalb des Meeresspiegels und ist der tiefste Punkt in ganz Lateinamerika. Erreichen kann man sie aber schlecht. Die Straße führt einige Kilometer daran vorbei und links und rechts davon stehen meistens Zäune um die Schafe und anderen Schafsviecher vorm Autotod zu retten.

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Picknick in der Steppe 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Man beachte den Schmetterling 🙂 Muss wohl ein Fabel für Käse haben 😉

Puerto Madry & Peninsula Valdes
An 1-2 Punkten verläuft die Straße dann auch mal für 100 Meter an der Küste und man hat schöne Ausblicke.

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Besagte Schafsviecher. In diesem Fall waren es Strausse!
Das erste und einzige mal dass ich welche gesehen habe. Mutter-Strauss voraus und 25 Baby-Strausse hinterher – sehr cool 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Punta Norte. Der nördlichste Punkt der Insel bietet einen kleinen Rundgang mit vielen schlafenden Seelöwen.

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Guanacos – Lamaähnliche Tiere, die sich gerne auf der Straße aufhalten. Zusammen mit den Schafen 🙂
Normalerweise flüchten sie wenn ein Auto kommt, es gibt aber auch einige verwirrte, die sich über den Besuch freuen (oder einfach nur gegen den Strom schwimmen wollen 🙂 ) und vor die Motorhaube laufen 🙂
2-3 Vollbremsungen waren schon dabei 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Auf dem Rückweg raus aus dem Nationalpark – hier gibt es auch wieder Straßen

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Abends gabs dann noch lecker Asado im Hostel mit viiiiel Fleisch 🙂
Puerto Madry & Peninsula Valdes

Sonntag

Am Sonntag morgen ging es mit unseren “Restkilometern” ins “naheliegende” Punto Tombo. Knappe 2 1/2 Stunden Fahrt. In der Nachbarschaft für argentinische Verhältnisse. Ähnlich wie in Australien bekommt man hier eine komplett andere Beziehung zu Entfernungen und WArtezeiten.
3 Stunden Fahrt ist gar nichts. Um in Buenos Aires in die Uni zu fahren brauche ich je nach Verkehrs- /Streik- und Berufslage 15-75 Minuten. Man gewöhnt sich dran. Wozu Stress machen. Man kann ja eh nichts dran ändern 🙂
Unter Umständen braucht man 1 1/2 Stunden für ein paar Kilometer um einen Freund zu besuchen. “Hey kommste aufn Bier vorbei” – “Jo klar, fahr jetzt los. Bis gleich (in 1 1/2 Stunden)!” 🙂
Würde man das in Deutschland machen? “Hey ich bin grad in Berlin, Lust aufn Bierchen?” … 😉

Anyway….. am nächsten Tag gings nach Punto Tombo zu den Pingus. Ähnlich wie die Wale auf der Peninsula Valdes, brüten dort die Pinguine an der Küste. Google Maps kennt den Ort gar nicht, eine Straße wird auch nicht genannt, sie existiert aber 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Lustiger Pingu 🙂

Puerto Madry & Peninsula Valdes
Auf einem Rundgang die Küste entlang trifft man abertausende Pinguine. Die wuseln aber nicht wild durch die Gegend wie man sich das vorstellen würde. Nein sie machen einfach nichts. Nichts.
Ok… sie stehen. Stehen und machen nichts. Den ganzen Tag. Alle 30 Minuten mal kratzen. Alle 20 Minuten mal einen wilden Pingu-Schrei loslassen (nur die Männchen – hört sich sehr witzig an – ähnlich wie ein Elefant)
Ein paar fangen aber auch urplötzlich das Watscheln an 🙂 – siehe Video

Puerto Madry & Peninsula Valdes

Nach einem kurzen Besuch bei besagten Pinguinen mussten wir auch wieder zurück nach Puerto Madryn um unseren Bus nach Buenos Aires zu bekommen.

Hier noch die Route, Pi*Daumen mit einmal Verfahren (Schilder gibts nicht immer 😉 ). Wenn man das ganze mit Google maps vergleicht, sieht man mal wo es “offiziell” Straßen gibt und wo nicht 🙂
Puerto Madry & Peninsula Valdes

Sonntag 14 Uhr. Genau die richtige Zeit, um am nächsten Tag (Monatg) um 9 Uhr in Buenos Aires anzukommen und direkt in die Uni zu fahren um eine Klausur zu schreiben. Das war der Plan. Leider hatte der Bus etwas Verspätung und der Verkehr war nicht so ganz auf unserer Seite.
Als Johannes und ich um 10:30 in der UNi ankamen meinte die Dozentin nur “kein Stress. Ihr könnt auch heute um 14 Uhr schreiben wenn ihr Lust habt”…..

Und da zeigt sich wiedermal: Stress machen ist es nicht wert. Schon gar nicht in Argentinien. Jedes, jedes, JEDES Mal, wenn man sich Stress macht um pünktlich zu kommen, um noch eine Präsentation vorzubereiten, eine Abschlussarbeit abzugeben oder ähnliches, kommen die anderen noch später, die Präsentation wird um 2 Wochen verschoben oder die Abgabe um unbestimmte Zeit verlängert 🙂
Alles in allem also: Kein Stress machen, die Zeit genießen und ab und zu einfach mal chillen und schauen was passiert 🙂

Mit diesem Wort zum Sonntag äh… *aufdenKalenderschau* Dienstag verabschiede ich mich in die Weiten von Buenos Aires. In den nächsten Tagen wird noch ein Post folgen zu den geplanten Reiseplänen, die es noch nicht so richtig gibt, aber wild in meinem Kopf hin und her schwirren nachdem ich vor ein paar Tagen beim Frühstück die Patagonien-Sektion meines Lonelyplanet das erste mal aufgeschlagen habe 🙂
Wo’s hingeht? Süden….

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Que boludo!

December 3, 2009

Ort: Buenos Aires, WG
Ortszeit: 5:51 Uhr
Gemütszustand: Angepisst

Unglaublich diese Taxifahrer. Bin grad mit meinem neuen (illegalen (lange Geschichte 🙂 )) Mitbewohner Archi von einer Uniparty heimgefahren. Weils ziemlich früh war und wir beide nicht betrunken waren haben wir kein Radiotaxi genommen. Zur Info: Radiotaxis sind Taxis, die einem Unternehmen angehören und per GPS überwacht werden – Für Ausländer und Touris aller Art immer empfehlenswert. Die nicht-Radiotaxis versuchen einen oft übers Ohr zu hauen.
Johannes wurde neulich von einem Taxifahrer um 170 Pesos erleichtert. Knapp 30 EUR.
Normal läuft das so ab, dass die Taxifahrer das Geld, was man ihnen gibt unbemerkt durch Falschgeld austauschen und dann richtiges Geld verlangen. Da man normalerweise immer auf dem Rücksitz sitzt, und die Taxifahrer sehr geübt sind, bekommt man das selber gar nicht mit und zieht schnell den Kürzeren. Vor allem bei großen Scheinen ist das Risiko groß. Bis jetzt ist mir das noch nie passiert, habs immer nur aus Geschichten gehört.

Da wir es heute nicht so weit hatten und die Taxis unter der Woche in den Morgenstunden nicht sooo frequentiert fahren wie am Wochenende, haben wir das erst beste angehalten. Nach 15 Minuten Fahrt war der Preis bei 13,50 Pesos (ca. 2,80€). Hab ihm einen 10er und 2 2-Peso Scheine gegeben und Zack, hat ich auf einmal einen falschen 10er in der Hand und er hat mich aufgefordert ihm einen richtigen zu geben. War erst total perplex und habs gar nicht gecheckt… 😀
Hab dann gemerkt, dass er den Schein ausgetauscht hat und hab ihn etwas beschimpft. Daraufhin hat er mir sofort mein Wechselgeld in die Hand gedrückt und gesagt, wir sollen gefälligst verschwinden.

Was ein Arsch…
Que Boludo…

Sobald die Taxifahrer merken, dass man mit Akzent spricht, hat man im Prinzip schon halb verloren. Wenn man jedoch für argentinische Verhältnisse ein Hühne ist (alles über 1,70m 🙂 ) und der Oberarmumfang größer als der Durchschnitt von 10 cm ist hat man doppelt gewonnen 🙂 Wenn man dann im richtigen Augeblick auch noch richtig schaltet, kann man eine Menge Geld sparen… (-0,5 +1 +1 + 1 = Geld gespart)

So, ich geh jetzt schlafen. In 3 Stunden gehts Segeln….