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Die ITBA…

August 21, 2009

…so heißt meine “neue” Uni für die nächsten 4 Monate. Instituto Tecnológico de Buenos Aires. “Universidad Privada” ergänzt den Titel :). 1500 Studenten studieren hier auf ziemlich wenig Platz. Von der Größe her könnte man die ITBA wohl locker in 3 Karlsruhe WiWi-Bauten reinstopfen. Sie ist auch teilweise so abgef*ckt. Die Klos sind schöner (und funktionieren auch 🙂 ), allerdings sind die Wände, Tische und Stühle gewöhnungsbedürftig. Hier werden die Studiengebühren wohl für andere Sachen ausgegeben 🙂
Ein Schloß gibt es hier leider nicht, dafür aber den Puerto Madero, den ehemaligen Hafen, an den Buenos Aires angebaut wurde. Nachdem der Hafen zu klein wurde und Jahre lang total heruntergekommen war, wurde er vor einigen Jahren renoviert und ist nun zum High-End-Viertel der Stadt aufgestiegen. Man findet hier die teuersten Restaurants und größten und luxuriösen Wolkenkratzer.


Die ITBA von der Vorderseite. Vierspurige Straße 🙂
Innerhalb des Gebäudes hört bzw. spürt man die Trucks vorbeifahren. Da der Hafen sehr nahe ist, fahren viele Cargolaster mit Containern vorbei.

In BsAs gibt es einige kleiner private Universitäten. Wer eine gute Ausbildung haben will versucht hier zu studieren. An der UBA, der Universidad publica de Buenos Aires kann “jeder” studieren. Das merkt man auch, wenn man durch die Stadt geht. Die komplette Uni besteht aus unzähligen Gebäuden, die über die komplette Metropolregion verteilt sind. Insgesamt studieren hier etwa 150 000 (!) Studenten. Die wollen ja auch irgendwo untergebracht werden. 🙂 Da kommt man mit 3 WiWiBauten nicht ganz so weit….

Zusätzlich zu den normalen Kursen bietet die UBA auch Sprachkurse an. ICh habe mich heute für einen der Sprachkurse eingeschrieben. Die ITBA bietet zwar einen an, der aber etwas teurer ist und mit 4 Wochenstunden bis Dezember geht. Zusätzlich sitzen dort alle Austauschstudenten drin mit verschiedenen Niveaus. Teilweise sprechen die Leute wirklich nur Brocken oder einzelne Wörter. In der UBA gibt es 8 verschiedene Niveaus und kleinere Gruppen. Hab mich für den Intensiv Kurs eingeschrieben. 8 Wochen 2 Stunden täglich, 4 Tage die Woche… yay! Mal schaun wie lange ich durchhalte 🙂 Die Kosten von 240 Euro sind hier aber doch ein Anreiz…

Zurück zur ITBA.
Hier läuft, wie an vielen Stellen in Argentinien, alles etwas chaotisch ab. Meine erste Kurswahl habe ich glaube ich Mitte Dezember gemacht. Heute morgen war ich nach tagelangem herumschieben und ausprobieren, Kurse besuchen und vergleichen mit anderen Studenten endlich so weit, dass ich meinen Stundenplan hatte. 4 Kurse, wovon ich mir wahrscheinlich 3 hätte anrechnen können. Dann kommt doch glatt eine Mail von unserer Betreuerin an der ITBA, dass ich einen der 3 Kurse nicht belegen könnte. Diese Schweine ^^
Dann wirft man wieder alles über den Haufen und fühlt sich irgendwie an den Anfang des vierten Semesters nach Karlsruhe versetzt. 🙂
Mitlerweile hab ich aber alle Kurse zusammen. Werd insgesamt vier Vorlesungen machen, was eigentlich schon ziemlcih viel ist. Mir wurde von ehemaligen Karlsruhe-WiWis geraten 2, maximal 3 zu machen, da man sonst zu wenig Zeit zum weggehen hat 🙂
Da drei meiner vier Kurse aber erst um 19 Uhr starten und um 22 Uhr enden, sollte das kein Problem sein.
Dann hat man noch genug Zeit, sich mit Freunden gegen 23-24 Uhr zum Abendessen zu treffen und dann gemütlich gegen 1-2 Uhr den Abend zu starten. 🙂 Vor 3 ist in den wenigsten Discos/ Clubs (“Boliches”) überhaupt was los.

Sonst gefällt mir die ITBA aber eigentlich ganz gut. Die “Bar” (Die Mensa – etwa halb so groß wie die Karlsruher Cafete) hat eigentlich immer sehr leckeres und fleischhaltiges (wen wunderts 😉 ) Essen. Die “Klassenzimmer” sehen auch aus wie Klassenzimmer. Teppichboden und 35 Stühle auf engstem Raum zusammengepfercht. Es gibt aber auch bessere Räume 🙂
Vorlesungen sind eigentlich immer sehr witzig, da man in ziemlich kleinen Gruppen unterrichtet wird. Das witzigste ist, dass es meistens 4-5 Dozenten sind. Bis jetzt war immer der “Rektor” des Kurses und mindestens 3-4 wissenschaftliche Mitarbeiter im Raum, die sich dann mit der Vorlesung abwechseln und ab und zu immer ein paar Späße oder Kommentare einwerfen. Gewöhnungsbedürftig, da man sich ständig beobachtet fühlt. 🙂

Sportlich gibt die ITBA auch ein bisschen was her. Im Haus gibt es ein eigenes Gym, das ich aber noch nicht gefunden habe (Hab ich schon erwähnt, dass man sich seeeehr leicht verlaufen kann? 20 Minuten um einen Raum zu finden ist hier nichts außergewöhnlich. Vor allem da man bei 5 nach dem Weg gefragten Personen mindestens 7 verschiedene Ortsangaben bekommt. Mindestens!). Zusätzlich gibt es noch ein Unieigenes Segelboot das man sich für 25 Peso am Tag (5€) oder 37 (7€) am Wochenende mieten kann 🙂 Zu geil! Segelschein kann man auch machen, aber angeblich keinen internationalen. Zusätzlich gibt es für die Männer (und nur die) Fußball, Volleyball und Basketball in einem externen Club, bei dem man dann billigere Mitgliedschaft bekommt. Für Frauen (und auch nur die!) gibt es Hockey 🙂

Werden wohl ein “international Team” im Fussball stellen und beim ITBA-Fußball-Turnier mitmachen. Ich hab schon einen Namen…. “Los Kickstaros” 😉

Eine witzige Story hab ich noch: Heute haben einige Stundenten ihr Diplom bekommen. Woran man das merkt? Uns kam beim Betreten ein schreiender Argentinier gefolgt von ca 25 anderen schreienden, mit Eiern, Ketchup, Mayo und Meel bewaffneten Argentinien entgegen. Dann wurde der Gute und noch ein paar andere auf dem Innenhof der ITBA “geeiert und gemehlt”. Sah sehr geil aus und könnte man sich evtl für die Karlsruhe Ophase merken 🙂

Soooo ich geh jetzt pennen.
Adieu