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Road Trip No. 2

April 30, 2007

Da am Ostermontag immernoch frei war haben wir unseren Road Trip fortgesetzt. Diesmal noch mit Christina, einer Deutschen, die mal bei Kristian im hostel gewohnt hat.

Wir haben sie früh morgens abgeholt und sind dann einfach spontan nach osten in die Dandenong Ranges, ein Nationalpark, der eigentlich fünf Nationalparks sind, gefahren.
Auf dem Weg dorthin haben wir auch endlcih für Kristian eine Sonnebrille gefunden, die ihm gefallen hat. War ja mit ihm am Tag davor schon in ca 15 Läden und jede war ihm entweder zu klein, zu unspektakulür oder zu weiblich ^^
Die, die er sich gekauft hat, fand ich jetzt nicht soooo prickelnd, aber als Christina gesagt hat, er sieht damit wie ein Rockstar aus (siehe Bild), hat er sie sofort gekauft. Den Glitzer am Bügel wollte er mit schwarzem Nagellack übertünchen (zu weiblich! 😉 )

Dandenong Ranges National Park

Nach einem kurzen Besuch in der Touri info, in der wir mit den netten Touri-information-damen eine kleine Rundfahrt geplant hatten, gings dann auch schon los.
Als erstes stand eine kleine Wanderung durch den Busch / Regenwald oder wie man es auch immer nennen will auf dem Programm. Wie wir später erfahren haben, wurde das alles vor einigen Jahren künstlich angepflanzt. Was vorher da was? Ein natürlicher Regenwald. Nachdem man den abgeholzt hat, hat man gemerkt, dass so ein Wald doch ganz schön und nützlich ist und hat ienen neuen angepflanzt ^^

Dandenong Ranges National Park

Dandenong Ranges National Park
Makaber….

Dandenong Ranges National Park

Auf dem Weg nach einem schönen Platz zum Picknicke / Frühstücken sind wir auch bei einem der vielen Melbourner Wasserreservoirs vorbeigekommen.

Dandenong Ranges National Park
Wenn man gute Augen hat, kann man Melbourne am obersten Ende der Bucht (das grosse blaue) erkennen.
Dandenong ranges sind die grünen Batzen… schaut aber weiter aus als es eigentlich ist.

Dandenong Ranges National Park
Wer hier reinpinkelt versalzt sich im wahrsten Sinne des Wortes die eigene Suppe. 😉

Dandenong Ranges National Park

Dandenong Ranges National Park
Kleine Odysse durch den Busch.
Kristian war unser Navigator und, ohne irgendwie negativ klingen zu wollen, kann das etwas gefährlich sein 😉 Da ging es öfters mal: “Hm… Actually we should be…here…oh no… there… hm..i’m confused” 😉 Sehr lustiger Kerl

Auf dem Weg durch den Wald auf iregndwelchen Schotterstrassen roch es auf einmal verdächtig nach Rauch. Haben uns nichts wirklcih dabei gedacht, da wir an dem Tag schon einige stark qualmende Grille gesehen haben und auch da nach einigen Minuten aus einiger Entfernung eine ordentliche aber sehr schmale Rauchsäule gesehen haben…

Dandenong Ranges National Park
Auf dem Weg zurück in die Zivilisation sind wir an einem Europäischen Stück vorbeigekommen. Es gab Ahorn Bäume ,Löwenzahn, Breit- und Spitzwegerich und Bäume, deren Blätter gelb gefärbt waren und abgefallen sind. Da kamen Heimatgefühle auf 🙂

Unter dem vielen Staub und Dreck musste Steph’s Autochen ganz schön leiden 😉
Dandenong Ranges National Park
Am Abend auf der Heimfahrt haben wir es aber general gereinigt. Seife, Wasser, Staubsauger usw…

Dandenong Ranges National Park
Auf einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Nationalpark. Von dort aus hat man rechts (leider nicht auf dem FOto zu sehen) die kleine Rauchsäule gesehen, von der ich oben geschrieben hab.
An dem Picknickplatz war auch eine ganze Gruppe Scheiche. Zu mindest sahen alle aus wie Scheiche. Weisse Gewänder mit verschiedenfarbenen Turbänen. Das geilste war, als wir gegangen sind, haben sie gerade alle angefangen in Richtung Mekka zu beten.
Ein lustiges Bild, wenn man zwischen einigen Besuchern mit Kindern und Hunden auf einmal 25 Leute dicht aneinandergedrängt auf den Knien sich auf und ab bewegend sieht. 😉

Auf dem Weg zum Mt. Dandenong (Hab schonmal ein Nacht-panorama vom Blick auf Melbourne online gestellt) sind wir noch im William Ricketts Sanctuary vorbeigefahren. Eine etwas dubiose “Ausstellung” mittem im Bush an der Strasse die durch den Nationalpark führt. William Rickett war ein Weisser, der aber sehr eng und sehr lange mit Aborigines im Bush zusammen gelebt hat.
In der Ausstellung konnte man viele seiner Werke sehen: Abbildungen von Aborigines mit Ton oder etwas ähnlichem geformt und mit Steinen verbunden. Beim ersten Blick sieht es so aus, als wären die Skulpturen aus dem Stein herausgemeiselt worde. Beim genaueren Hinschauen sieht man dann den leichten Übergang.

Dandenong Ranges National Park

Dandenong Ranges National Park

Optische Täuschung…
Fällt euch etwas auf, wenn ihr euch die beiden folgenden Bilder anschaut? Ich musste voll lachen, als ich das gesehen hab.
Man darf nicht so genau hinschauen… (man sieht es nur auf dem zweiten Bild wenn man den Mann betrachtet – der übrigens William Rickett ist)
Dandenong Ranges National Park

Dandenong Ranges National Park

Dandenong Ranges National Park
Was man auf dem Bild nicht sieht ist, dass diese Skulptur nur ca. 20 cm breit war. Die Köpfe waren also ca nur so gross wie zwei meiner Finger.

Dandenong Ranges National Park
Mutter Erde…

Alles in allem ein sehr spiritueller Ort irgendwie. Man ist zwar nur 15 Meter von der Strasse entfernt auf der hunderte von Autos und Motorrädern vorbeidüsen, aber iregndwie herrsct trotzdem totale Stille. Die Gesichter scheinen einen irgendwie anzuschauen und zu beobachten. Viele schauen freundlich, einige auch verzweifelt oder traurig. Das Ganze hat mich irgendwie sehr an Sakrileg und ähnliche Bücher erinnert bei denen der Mutter Natur Gedanke aufgegriffen wird, da auch einige Skulpturen von Frauen in der Mutterrolle usw dargestellt waren.
Leider waren die ganzen Figuren weder vor der Witterung noch vor den Besuchern geschützt.

Nach dem Besuch im Dunklen Busch sind wir (auf Umwegen durch andere Busch-teile 😉 ) Richtugn Mt. Dandenong gefahren um endlich unser Picknick (Frühstück) zu machen. Haben nach kurzer Suche auch einen schönen Platz gefunden mit Blick auf Melbourne und Umgebung.

Dandenong Ranges National Park
Christina…

Dandenong Ranges National Park
…und das Zubehör…

Dandenong Ranges National Park
…und die idyllischen Sendemasten genau daneben 😉

Dandenong Ranges National Park

Dandenong Ranges National Park
Der AUsblick ist blöd zu fotografieren, da die Sonne genau über Melbourne untergeht und man immer extremes Gegenlicht hat.

Dandenong Ranges National Park
Yay… die City mti Zoom 🙂

Dandenong Ranges National Park
Erschöpft von den abertausenden Kilometern die wie an diesem Tag gewandert sind wir alle eingepennt..

Dandenong Ranges National Park

Dandenong Ranges National Park

Dandenong Ranges National Park
Ach ja… die kleine Rauchsäule hat sich etwas vergrößert. ^^ War aber kein Waldbrand wie ich am nächsten Tag erfahren habe. Ab und an werden hier Schneisen in den Wald gebrannt um Waldbrände zu verhindern. Das Ganze sollte nur vll nicht an einem relativ windstillen Tag gemacht werden. Am nächsten Morgen auf dem Weg zur Arbeit gab es leichten Nebel (Rauch) und alles hat extrem verbrannt gerochen.

So, wünsch euch noch einen schönen Tag und eine schöne Woche!
Benny

2 comments

  1. Das war dann sozusagen Deine erste Berührung mit den (Spuren von) Aborigines? Ich bin gespannt, wann und ob Du ihnen in natürlicher Umgebung begegnest.

    Was für eine Religion ist den bei den Aussis üblich (von den Moslems wissen wir es)? Gibt es sowas wie eine Staatsreligion?


  2. Ja, mehr oder weniger Aborigines. Die Ausstellung hat viel über die Geschichte und Unterdrückung erzählt. William Ricket hat wohl mit allen Mitteln versucht die Aborigines zu unterstützen usw….

    Religion…Die Aborigines folen meines Wissens keiner westlichen bzw anderorts existierenden Religion. Sie glauben an die “Dreamtime” und die Traumpfade, die durch ein höheres Wesen geschaffen wurden.
    (In meinem Zimmer liegt ein Buch darüber im Regal, falls es dich interessiert: “Bruce Chatwin – Traumpfade”, Deutsch GK Günsche 😉 )

    Ansonsten sind hier in Melbourne ca. 60% oder sogar mehr Asiaten. Ob und welcher Religion die folgen ist eine gute Frage 😉
    Muss ich mal rausfinden.

    Allgemein ist alles verteten durch die Multikultigkeit. Ish und Fam. gehen ab und zu in die Moschee, nicht weit weg von hier.



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